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108 Awards für die besten Fonds 2005

Cash und Standard & Poor's haben die Fund Awards 2005 Switzerland verliehen: Ausgezeichnet wurden die besten Fonds und Fondsanbieter. Anleger erhalten wertvolle Informationen, welche für die eigenen Investitionsentscheide genutzt werden können.

Die Gewinner

Zum 15. Mal wurden am 16. März 2005 in Zürich in Anwesenheit von 150 Gästen die «Standard & Poor's Fund Awards 2005» für die Schweiz verliehen. Die Fondsbranche wurde mit insgesamt 108 Preisen ausgezeichnet – 89 Sektor-Awards und 19 Gruppen-Awards. S&P Fund Awards erhalten die jeweiligen Sektorensieger über ein, fünf und zehn Jahre. Zudem wurden die Gruppengewinner mit dem begehrten Pokal ausgezeichnet. Den Sonderpreis als «most improved group» gegenüber dem Vorjahr erhält die UBS.

Die Sieger 2005: Gruppenawards

Kleine Gruppen: 1 Jahr
1 Framlington
2 Aberdeen Global
3 T. Rowe Price Global Investors Ltd
Kleine Gruppen: 5 Jahre
1 Zürcher Kantonalbank
2 GAM
3 PIMCO Funds - Global Investors Series
Kleine Gruppen: 10 Jahre
1 GAM
2 Morgan Stanley Investment Management
3 Mellon Global Investments Ltd
Grosse Gruppen: 1 Jahr
1 Pictet
2 Petercam
3 Morgan Stanley Investment Management
Grosse Gruppen: 5 Jahre
1 DWS
2 State Street Bank
3 Morgan Stanley Investment Management
Grosse Gruppen: 10 Jahre
1 DWS
2 Swisscanto
3 Fidelity Funds
Sonderpreis: Most improved group
1 UBS

Detaillierter Analyseprozess

Um die Gewinner zu eruieren betrachtet Stadard & Poors die Entwicklung über ein, fünf oder zehn Jahre Jahre und vergleicht jeden Fonds mit den Konkurrenzprodukten des gleichen Sektors. Die Sieger ermittelt S&P dann nicht einfach aufgrund der besten Performance, sondern auf Basis einer relativ- und risikobetrachteten Formel. Ausgezeichnet werden sowohl die besten Managementgesellschaften (Group Awards) in mehreren Kategorien als auch die besten Einzelfonds pro Kategorie (Sector Awards).

Erklärungen zu den Awards

In den Wettbewerb um die Standard & Poor’s Fund Awards-Sieger gehen Fonds ein, die bis am 31. Dezember 2004 eine Zulassung oder Vertriebsgenehmigung in der Schweiz hatten.
Mit Ausnahme des Einjahreszeitraums ermittelt Standard & Poor's die Fünf- und Zehnjahresergebnisse mittels einer Formel, die eine relative und risikojustierte Betrachtung ermöglicht, wie kontinuierlich ein Fonds relativ zum Durchschnitt der jeweiligen Vergleichsgruppe bessere Ergebnisse als andere Fonds des Sektors erzielt hat. Ausgewiesen wird diese Kennzahl als Relative Information Ratio (RIR). Für den Einjahreszeitraum wird die Rangfolge gemäss der absoluten Wertentwicklung ermittelt.

Archiv Fund-Awards

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Fund Awards 2005

Bereits zum fünften Mal gewinnt die DWS, die Fondstochter der Deutschen Bank, den Preis für die beste grosse Gruppe über fünf Jahre (siehe Interview). Wie bereits im Vorjahr haben die Deutschen gleich zwei der begehrten Trophäen erobert. Zudem sicherte sie sich nicht weniger als elf der insgesamt 89 Sektor-Awards. Auf der langen Siegerliste erscheinen zudem überraschende und weit gehend unbekannte Namen. Die belgische Petercam Asset Management (PAM) heimst gleich acht Preisen ein, obschon die Fonds erst vor knapp einem Jahr in der Schweiz zugelassen worden sind. «Die Fonds gibt’s natürlich schon länger, und wir haben unsere Qualität schon in Belgien und anderen Ländern unter Beweis gestellt», sagt Sarah Puylaert von Petercam. Fünf der acht Auszeichnungen gibt es für die Belgier in diversen Obligationen-Kategorien. «Der oberste Verantwortliche ist bereits seit fast zwanzig Jahren für die Bonds zuständig, und auch bei den europäischen Aktien haben wir viel Know-how aufgebaut», erläutert Puylaert den Erfolg des kleinen Vermögensverwalters.

«Aktives Anlegen lohnt sich»

Sven Rump, Chief Investment Officer von DWS Schweiz, zum Erfolgsrezept des deutschen Fondsanbieters.

Cash: Die DWS, die Fondstochtergesellschaft der Deutschen Bank, gewinnt bereits zum fünften Mal den Gruppen-Award als beste Fondsgesellschaft über fünf Jahre. Was ist der Grund?

Sven Rump: Wir geben den Fondsmanagern viel Freiheit. Denn nur wer von den Vergleichsindizes abweichen kann, erreicht längerfristig eine überdurchschnittliche Performance. Dazu haben wir als global tätiges Haus auch Vorteile bei der weltweiten Analyse, und zwar bei Aktien, Obligationen und bei volkswirtschaftlichen Daten. Von diesem globalen Wissen profitieren auch wir in der Schweiz.

Im Vergleich zum Vorjahr ist DWS als Fondsgruppe kurzfristig allerdings deutlich zurückgefallen. Woran liegt das?

Wer aktiver investiert, geht natürlich auch das Risiko ein, kurzfristig falsch zu liegen. Wir waren etwa für Aktien zu optimistisch und für den Dollar zu negativ eingestellt. Nach einem schlechten ersten Halbjahr 2004 haben wir in der zweiten Jahreshälfte aber immerhin noch deutlich aufgeholt. Ausserdem können auch wir nicht jedes Jahr besser sein als die anderen Fondsgesellschaften: Denn schliesslich können auch wir nicht übers Wasser laufen.


Die DWS gewinnt insgesamt elf Awards für einzelne Fonds: Das ist mehr als jeder andere Anbieter. Unter anderem siegt DWS auch in der Kategorie Aktien Schweiz. Was machen Sie besser als die einheimischen Fondshäuser?

Wir gewähren wie erwähnt den Fondsmanagern mehr Freiheiten als viele andere Anlagehäuser. Wir halten nichts davon, mehr oder weniger den Index ab zubilden und dafür noch mehr als zwei Prozent Gebühren zu verlangen. Mit so hohen Gebühren ist es für die Fondsmanager fast unmöglich, den Markt zu schlagen. Zudem profitieren wir auch bei Schweizer Aktien von unserem grossen Research. Andererseits haben grosse Fondsgesellschaften natürlich auch höhere Chancen, überhaupt Sektorpreise zu gewinnen. Dies ganz nach dem Motto: Unter vielen Fonds findet sich auch der eine oder andere Sieger. Wir gelten in der Schweiz als grösster ausländischer Fondsanbieter und haben hier rund 100 Fonds zum Vertrieb zugelassen. Wenn Grösse ein so wichtiger Erfolgsfaktor wäre, müssten die Schweizer Grossbanken noch mehr Fonds an der Spitze haben.

Können Sie als ausländische Bank in der Schweiz unabhängiger agieren?

Einheimische Institute haben eine viel stärkere Vertriebskraft. Dies hat zur Folge, dass ausländische Anbieter nur erfolgreich sein können, wenn sie sehr gute Produkte im Angebot haben. Davon profitieren allerdings letzten Endes diejenigen Kunden, welche die Fonds vergleichen, bevor sie investieren.