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95 Awards für die besten Fonds 2007

cash und Standard & Poor's haben die Fund Awards 2007 Switzerland verliehen: Ausgezeichnet wurden die besten Fonds und Fondsanbieter. Anleger erhalten wertvolle Informationen, welche für die eigenen Investitionsentscheide genutzt werden können.

Die Gewinner

Zum 17. Mal wurden am 13. März 2007 in Zürich in Anwesenheit von rund 150 Gästen die «Standard & Poor's Fund Awards 2007» für die Schweiz verliehen. Die Fondsbranche wurde mit insgesamt 95 Preisen ausgezeichnet – 89 Sektor-Awards und 6 Gruppen-Awards. S&P Fund Awards erhalten die jeweiligen Sektorensieger über ein, fünf und zehn Jahre. Zudem wurden die Gruppengewinner mit dem begehrten Pokal ausgezeichnet.

Die Sieger 2007: Gruppenawards

Grosse Gruppen: 1 Jahr
1 JP Morgan AM (Europe)
2 Union Investment
3 AXA
Grosse Gruppen: 5 Jahre
1 Fidelity
2 DWS Investments
3 Investec PLC
Grosse Gruppen: 10 Jahre
1 DWS Investments
2 Fidelity
3 Swisscanto
Spezialisierte Gruppen: 1 Jahr
1 Jyske Invest Administration
2 Petercam Asset Managemen
3 Wegelin Fondsleitung AG
Spezialisierte Gruppen: 5 Jahre
1 AXA Rosenberg Mgt Ireland Ltd
2 Petercam Asset Management
3 M&G Group
Spezialisierte Gruppen: 10 Jahre
1 Threadneedle
2 Gartmore Investment Limited
3 AllianceBernstein

Detaillierter Analyseprozess

Um die Gewinner zu eruieren betrachtet Stadard & Poors die Entwicklung über ein, fünf oder zehn Jahre Jahre und vergleicht jeden Fonds mit den Konkurrenzprodukten des gleichen Sektors. Die Sieger ermittelt S&P dann nicht einfach aufgrund der besten Performance, sondern auf Basis einer relativ- und risikobetrachteten Formel. Ausgezeichnet werden sowohl die besten Managementgesellschaften (Group Awards) in mehreren Kategorien als auch die besten Einzelfonds pro Kategorie (Sector Awards).

Erklärungen zu den Awards

In den Wettbewerb um die Standard & Poor's Fund Awards-Sieger gehen Fonds ein, die bis am 31. Dezember 2006 eine Zulassung oder Vertriebsgenehmigung in der Schweiz hatten.
Mit Ausnahme des Einjahreszeitraums ermittelt Standard & Poor's die Fünf- und Zehnjahresergebnisse mittels einer Formel, die eine relative und risikojustierte Betrachtung ermöglicht, wie kontinuierlich ein Fonds relativ zum Durchschnitt der jeweiligen Vergleichsgruppe bessere Ergebnisse als andere Fonds des Sektors erzielt hat. Ausgewiesen wird diese Kennzahl als Relative Information Ratio (RIR). Für den Einjahreszeitraum wird die Rangfolge gemäss der absoluten Wertentwicklung ermittelt.

Archiv Fund-Awards

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Fund Awards 2007

Die Spezialisten räumen ab

Standard & Poor’s und CASH zeichnen jährlich die besten Fonds der Schweiz aus. Sieger sind vor allem ausländische Anbieter. Die Schweizer Grossbanken findet man nur selten unter den Preisträgern – das hat gleich mehrere Gründe.

Kein roter Teppich, keine sexy Abendkleider und auch keine tränenreichen Dankesreden. Bei der Verleihung der Oscars der Fondsbranche geht es weniger glamourös zu als in Hollywood. Mit den Fund Awards von Standard & Poor’s und CASH werden die besten Fonds und die erfolgreichsten Gesellschaften ausgezeichnet – im Vordergrund steht dabei immer die Performance.
Die Stars des Abends waren vor allem ausländische Gesellschaften wie DWS (siehe Interview), Baring und T. Rowe Price. Ausgemachte Fondsspezialisten wie Fidelity, Oyster und Dexia räumten gleich mehrere Preise für die erfolgreichsten Fonds ab. Ähnlich sieht das Bild bei den besten Gruppen aus.
Zwei Namen hörte man in der Oscar-Nacht der Fondsindustrie selten: UBS und Credit Suisse. Dabei sind die beiden Grossbanken hierzulande die mit Abstand grössten Fondsanbieter. In UBS-Fonds sind mehr als 200 Milliarden Franken investiert. Damit deckt die UBS ein Drittel des Marktes ab. Die Credit Suisse verwaltet fast 125 Milliarden Franken in Anlagefonds und verfügt damit über einen Marktanteil von gut 18 Prozent.

Kleine Fondsfirmen bieten Managern grössere Freiheiten

Trotz ihrer grossen Beliebtheit unter Schweizer Anlegern gewann die Credit Suisse nur drei der insgesamt fast hundert Fonds-Oscars, und die UBS wurde sogar nur zweimal ausgezeichnet. «Das Geschäftsmodell der Grossbanken sieht für das Fondsgeschäft Mittelmass vor,» sagt Rolf Biland vom Vermögenszentrum (VZ). «Dadurch verlieren sie keine Kunden.» Tatsächlich sind die Fonds der Universalbanken auch bei den grössten Verlierern wenig vertreten.
Und eben das entspricht dem Konzept, erklärt Martin Thommen, Leiter des Fondsvertriebs der UBS: «In den Fonds-Hitlisten schafft man es nur an die Spitze, wenn man höhere Risiken eingeht. Dies kann aber auch zu negativen Überraschungen führen» Das entspreche aber nicht den Wünschen der UBS-Kundschaft. Diese verlange eher eine konstante überdurchschnittliche Wertentwicklung. Und auch bei der CS steht das Risikoprofil des Anlegers vor dem Wunsch nach einer Top-Performance.
Die Zurückhaltung gegenüber Risiken äussert sich auch in der Freiheit der Fondsmanager. Bei Universalbanken wird die Strategie des Hauses zentral bestimmt. Das Fondsmanagement setzt diese nur um, kein Manager investiert entgegen den Vorgaben.
Bei kleineren Fondsanbietern und vielen ausländischen Gesellschaften sieht das ganz anders aus. Dort stehen der Fondsmanager und sein Investmentansatz im Mittelpunkt. Diese Starmanager werden an der langen Leine gelassen und haben teilweise gar keine Vorgaben vonseiten des Fondsunternehmens. «Grossbanken wollen keine Primadonnen», sagt Biland vom VZ. Und Martin Thommen bestätigt, dass bei der UBS nicht der Ansatz von Star-Fondsmanagern gepflegt werde.
Jedenfalls würde es sich für Anleger lohnen, nicht nur in Fonds der grossen Banken zu investieren, sondern einen Blick auf die kleineren Anbieter zu werfen. Die besten Fondsanbieter der Schweiz wie JP Morgan, Fidelity und DWS haben in der Schweiz Marktanteile von weniger als einem Prozent.

von Anne-Barbara Köhler