wemf
GLOSSAR  › Börse & Märkte  › Fonds  

Alle    a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
+/- Index +/- Index zeigt die Werte des Fonds im Vergleich zu dem von Morningstar für seinen Sektor festgelegten Index. Bitte beachten Sie, dass der Fondsmanager unter Umständen einen anderen Index gewählt hat.
+/- Sektor +/- Sektor zeigt die Werte des Fonds im Vergleich zum Durchschnitt aller Fonds im gleichen Sektor
Aktien Beteiligung an der Aktiengesellschaft.
Aktien Stylebox Die Style Box liefert visuell den Anlageschwerpunkts des Fonds. Bewertet wird: Grösse des Aktienkapitals (vertikale Achse) und zehn Wachstums- und Wert- faktoren (horizontale Achse).

Siehe auch: Morningstar Style Box
Aktienfonds Ein Aktienfonds investiert vorwiegend in Aktien. Er kann dabei eine Anzahl verschiedener Anlagestrategien verfolgen.
Alpha Alpha ist die Menge, um die ein Fonds die Wertentwicklung des Index übertroffen hat, unter Einbeziehung des Marktrisikos, welches der Fonds eingegangen ist (wird durch Beta gemessen).
Anlagekategorien cash hat die Fonds in folgende Anlagekategorien eingeteilt: Aktien Regionen, Aktien Branchen, Obligationen, Geldmarkt, Mischfonds und Diverse.

Aktien bieten das beste Wachstumspotenzial, jedoch mit einem höheren Risiko. Obligationen bieten laufendes Einkommen mit moderatem Risiko.
Anlageziel Das vom Fondsmanager im Verkaufsprospekt festgelegte Anlageziel (etwa Kapitalwachstum, Kapitalerhalt, Einkommen).
Anlagezielfonds Fonds, der sowohl in Aktien wie in Obligationen investiert.

Anlagezielfonds werden nach ihrem maximalen Aktienanteil unterteilt. Defensive Anlagezielfonds weisen eine tiefere Aktienquote auf als ausgewogene. Den Höchsten Aktienanteil haben dynamische Anlagezielfonds (auch Anlagezielfonds Wachstum oder growth genannt.

Siehe auch: Mischfonds
Anteilserstausgabe Datum, zu welchem der Fonds lanciert wurde.
Ausschüttungsart Es wird zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds unterschieden.

Ausschüttende Fonds überweisen periodisch Coupon- und Dividendenerträge an die Investoren.

Thesaurierende Fonds reinvestieren die Dividenden oder Couponzahlungen.

Für zahlreiche Fonds existieren verschiedene Tranchen. Häufig geben die Fondsgesellschaften dem Anleger die Wahl zwischen einem thesaurierenden und einem ausschüttenden Fonds.
Benchmark Eine Benchmark ist eine vorbestimmte Messlatte für einen Investmentfonds, meist ein Index.
Best Fit Index Der Marktindex, der die höchste Übereinstimmung mit dem Fonds, gemessen über eine Laufzeit von 36 Monaten, hat (R-Square).
Sowohl der Standard- als auch der Best Fit Index können für Investoren von Interesse sein. Der Standard Index R-Square kann Investoren helfen, die Diversifikation ihres Portfolios zu planen.

Beispiel: Ein Investor, der bereits einen Fonds mit hoher Korrelation zum S&P besitzt (d.h. hohes R-Square), wird möglicherweise entscheiden, nicht einen weiteren Fonds zu erwerben, der stark an diesen Index gekoppelt ist.

Ausserdem kann der Best Fit Index dazu verwendet werden, Alphas und Betas von ähnlichen Fonds zu vergleichen, die denselben Best Fit Index haben. Morningstar berechnet diese Indices selbst auf monatlicher Basis.

Beispiel: Ein Fond zeigt den SMI als Best Fit Index. Der Best Fit R-Square ist in diesem Fall 92, was bedeutet, dass 92% der Wertbewegungen des Fonds vergleichbar mit der entsprechenden Kursentwicklung des SMI ist.
Beta Beta misst die Sensibilität des Fonds im Bezug auf Marktbewegungen. Das Beta des Marktes ist per Definition 1,00. Ein Beta von 1,10 besagt, dass der Fonds in Haussemärkten 10% besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten hat, und 10% schlechter in Baissemärkten (angenommen alle anderen Faktoren bleiben konstant). Umgekehrt heißt ein Beta von 0,85, dass sich der Fonds in Haussephasen 15% schlechter als der Markt entwickelt und 15% besser während Baissephasen.
Bewertung Morningstar "Noten" für die Qualität des Fonds. Die Kriterien finden Sie hier
Blend Blend bezeichnet einen neutralen Anlagestil, d.h. weder Value- noch Growth-Eigenschaften dominieren. (s. Value, Growth)
Depotbank Die Depotbank verwahrt im Auftrag der Kapitalanlagegesellschaft das Fondsvermögen und übernimmt die Ausgabe und Rücknahme der Fondsanteile. Da es sich beim Fondsvermögen um ein Sondervermögen handelt, muss sie rechtlich und personell von der KAG getrennt sein. Die Tätigkeit einer Depotbank umfasst neben der Verwahrung auch die Verwaltung des Fondsvermögens, die tägliche Fondspreisberechnung, die Abwicklung von Transaktionen und die Überwachung von Investmentrichtlinien. Für diese Tätigkeiten erhält die Depotbank eine Depotbankgebühr, die aus dem Fondsvermögen gezahlt wird.
Diversifikation Diversifikation ist eine Strategie zur Risikominderung. Ein diversifiziertes Portfolio investiert in eine Reihe verschiedener Wertpapiere und Investmentfonds. Es sollte Aktien, Anleihen und Immobilienwerte kombinieren. Die Fonds oder Aktien sollten eine Reihe von Sektoren (z.B. Technologie, Finanzen, Gesundheitswesen) und Regionen (z.B. Europa, Nordamerika, Asien) umfassen. Das Ziel ist sicherzustellen, dass die potenziellen Verluste eines Teilbereichs durch die Gewinne eines anderen aufgefangen werden.
Dividende Eine Dividende ist eine Ausschüttung von Gewinnen einer Aktiengesellschaft oder eines Fonds an die Anteilseigner.
Dividendenrendite Die Dividendenrendite ist der Prozentsatz der Dividende im Vergleich zum Aktienkurs. Ist z.B. die Dividende eines Fonds 10 Cent und der Anteilspreis liegt bei 2,10 Euro, so beträgt die Dividendenrendite 4,76%.
Domizil Ein Domizil ist das Niederlassungsland einer Person, einer Firma oder eines Fonds.
Durchschn. Wertentwicklung 3 Jahre p.a. Die annualisierte Rendite eines Fonds über 3 Jahre.
ETF (Exchange-Traded Fund) Börsengehandelte Investmentfonds. Im Gegensatz zu traditionellen Fonds gibt es keine tägliche, sondern eine kontinuierliche Preisfeststellung und keine Ausgabeaufschläge.
Fonds Ein Fonds investiert in verschiedene Anlagen, gemäß den im Verkaufsprospekt festgelegten Anlagegrundsätzen. Dazu können u.a. Aktien, Obligationen oder Immobilien gehören.
Fondsgebühren Auch Fondskosten. Zu beachten sind die einmalige Ausgabekommission und die jährlich wiederkehrende Total Expense Ratio (TER), zu der unter anderem die so genannte Management- oder Verwaltungs-Gebühr gehört.
Beim Kauf eines Fonds fällt einmalig die Ausgabekommission an. In den Fondsprospekten ist festgehalten, wie hoch sie maximal ausfallen darf.
Die Total Expense Ratio (TER) muss ebenfalls in den Fondsprospekten ausgewiesen werden. Die TER gibt in Prozenten des Fondsvermögens an, wie hoch der jährliche Verwaltungsaufwand ist.

Siehe auch:
- TER (Total Expense Ratio
- Verwaltungsgebühr
Fondsmanager Der Fondsmanager ist ein Angestellter der Fondsgesellschaft, der direkt für die Verwaltung des Fondsportfolios verantwortlich ist.
Fondsvermögen Gibt das Gesamtnettovermögen eines Fonds zum Monatsende an. Es wird in der Fondswährung dargestellt und beinhaltet alle Tranchen (Anteilsklassen). Das Fondsvermögen ist ein Anhaltspunkt für Größe, Beweglichkeit und Beliebtheit eines Fonds.
Fondsvermögen Tranche Gibt das Gesamtnettovermögen der Tranche (Anteilsklasse) eines Fonds zum Monatsende an. Es wird in der Fondswährung dargestellt.
Fondswährung Die Währung, in welcher das Portfolio gehandelt wird.
Gebühren Siehe Fondsgebühren
Geldmarkt-Fonds Fonds, die in kurzlaufende Schuldverschreibungen investieren.
Geldmarkt-Fonds eignen sich, Geld am Kapitalmarkt zu parkieren.
In den vergangenen Jahren waren sie nicht sehr beliebt, da das Zinsniveau extrem tief war und sie somit kaum eine bessere Rendite als ein Kontokorrent erzielten. Dies wird sich mit ansteigenden Zinsen jedoch wieder ändern.
Growth Growth (Wachstum) steht für einen Anlagestil, der Aktien mit überdurchschnittlichem Umsatz- und Gewinnwachstum bevorzugt. Dafür sind Investoren bereit, einen höheren Preis zu bezahlen. Growthtitel weisen demnach hohe Bewertungskennziffern auf, z.B. ein hohes Kurs-Gewinn- oder Kurs-Buchwert-Verhältnis. Growthanleger gehen davon aus, dass hohe Gewinne in der Zukunft den hohen Aktienkurs in der Gegenwart rechtfertigen bzw. weitere Kurssteigerungen ermöglichen.
Hedgefonds Ein Hedgefonds strebt überdurchschnittliche, positive Renditen an unter Verwendung verschiedener, oft aggressiver Strategien, die in traditionellen Investmentfonds meist nicht möglich sind. Dazu gehören u.a. Hebelwirkung, Baissespekulation, Derivative aller Art und Arbitrage. Hedgefonds sind meist sehr komplex und eignen sich nur für professionelle und institutionelle Anleger.
Immobilienfonds Immobilienfonds investieren in Wohn- und/oder Geschäftsliegenschaften.
Immobilienfonds unterscheiden sich von andren Anlagefonds, dass ihre Anteile nicht zum Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden. Besteht eine hohe Nachfrage werden die Anteile mit einer Prämie (Agio), bei geringer Nachfrage mit einem Discount (Disagio) zum NAV gehandelt.
Die Wertentwicklung von Immofonds, die ausschliesslich in Wohnliegenschaften investieren, ist weniger anfällig auf Konjunkturschwankungen als diejenige von Immofonds, die sich im Büro- und Gewerbeimmobilien-Markt engagieren.
Index Ein Index ist eine Ansammlung von Wertpapieren die ausgewählt werden, um eine bestimmte Anlagekategorie oder Börse zu repräsentieren. Zu den bekanntesten Indizes gehören der DAX 30, der Dow Jones, S & P 500, CAC 40, FTSE 100, der Stoxx 50 und der SMI. Viele Fonds messen ihre Wertentwicklung im Vergleich zu einem Index.
Indexfonds Ein Indexfonds ist ein Fonds, der einen bestimmten Index möglichst genau nachbildet, und somit auch die Wertentwicklung des Indizes mitmacht. Auch passive Fonds genannt. Diese Fonds haben meist niedrigere Gebühren als aktiv gemanagte Fonds.

Ein Indexfonds spiegelt eine ausgewählte Benchmark wider, indem er die dort enthaltenen Wertpapiere in der selben Gewichtung im Portfolio hält.
ISIN Internationale Wertpapier-Kennnummer zur eindeutigen Identifikation eines Wertpapiers

ISIN = International Securities Identification Number
Kursinformation Alle Kursinformationen im Fondsguide von cash sind in Originalwährung, das heisst in der Rechnungswährung des Fonds. Die Berechnung der Performance bzw. der Rendite erfolgt dagegen immer in Schweizerfranken.
Management(-Gesellschaft) Bank/Fondsgesellschaft, welche den Anlagefonds führt.
Management-Gebühr Jährlich wiederkehrende Gebühr. Im Gegensatz zur Ausgabekommission wird diese dem Fonds belastet, sie reduziert also letztlich die Performance des Fonds.
Mischfonds Ein Mischfonds kombiniert Aktien und Obligationen in einem Portfolio. Er hat im Allgemeinen ein geringeres Wertsteigerungspotenzial als ein reiner Aktienfonds, aber auch ein niedrigeres Risiko. Mischfonds können verschieden große Aktien- bzw. Obligationenanteile halten. Dies beeinflusst die Wertentwicklung und das Risikoprofil.
Moderne Portfoliotheorie (MPT) Moderne Portfoliotheorie bezieht sich auf eine Reihe von Neuerungen inder Vermögensverwaltung aus den 50er Jahren. Das zentrale Konzept der MPT ist die Diversifikation, d.h. die Feststellung dass eine gut ausgewählte Kombination von Investitionen eine höhere Rendite bei geringerem Risiko erwirtschaften kann als jede Einzelanlageform für sich genommen. Ein weiteres wichtiges Konzept ist das Marktrisiko. Das Risiko eines Fonds kann in zwei Bereiche unterteilt werden: Auf der einen Seite die Schwankungen, die durch Bewgungen im Aktienmarkt insgesamt verursacht werden (beschrieben durch Beta), auf der anderen Seite Schwankungen, die von breiten Marktbewegungen unabhängig sind (spezifisches Risiko). Alpha, Beta, R-squared, Korrelation und Volatilität sind Kennzahlen, die normalerweise mit MPT in Verbindung stehen.
Morningstar Rating Das Morningstar Rating ist eine Klassifizierungsmethode nach risikoangepasster Wertentwicklung innerhalb eines Morningstar Sektors (Kategorie). Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier.
Morningstar Sektor Aufgrund ihrer tatsächlichen Anlagestils - der nicht immer dem offiziell angegebenen Zielen entspricht - ordnet Morningstar jeden Fonds einen Sektor (Kategorie) zu. Dabei zieht Morningstar wann immer möglich mehrere komplette Portfolios zur Beurteilung heran.
Morningstar Style Box Die Style Box liefert visuell den Anlageschwerpunkts des Fonds. Bewertet wird: Zinssensibilität (vertikale Achse) und Bonität (horizontale Achse).

Siehe auch: Morningstar Style Box
Nettoinventarwert (Net Asset Value - NAV) Der Nettoinventarwert ist der Wert aller Anlagen in einem Fonds. Der NAV pro Anteil eines Investmentfonds entspricht meist dem Rücknahmepreis, es sei denn eine Rücknahmegebühr wird erhoben.
Obligation Eine Obligation ist ein Schuldpapier eines Unternehmens oder einer öffentlichen Körperschaft. Während der Laufzeit der Obligation erhält der Anleger regelmäßige Zinszahlungen, basierend auf dem Zinssatz des Coupons. Mit der Fälligkeit wird die Obligation zurückgezahlt. Es gibt auch Ausnahmen, wie z.B. Nullcoupon-Obligationen, die keine Zinsen zahlen, aber zu einem Diskont ausgegeben werden.
Obligationen Stylebox Die Style Box liefert visuell den Anlageschwerpunkts des Fonds. Bewertet wird: Zinssensibilität (vertikale Achse) und Bonität (horizontale Achse).
Obligationenfonds Fonds, der in Obligationen (Anleihen, Bonds) investiert. In Deutschland Rentenfonds genannt.

Obligationenfonds werden nach der geographischen Orientierung und der Höhe des Risikos, das sie eingehen unterteilt.

Obligationenfonds, die in Staatsanleihen von Schwellenländern (Emerging Market) oder in Unternehmensanleihen von Firmen mit einer tiefen Bonität investieren dürfen, werden High-Yield-Bond-Funds genannt ein Fonds der in hochverzinsliche Anleihen investiert.
Performance Ein anderer Begriff für Wertentwicklung, d.h. um wieviel der Wert einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum gestiegen oder gefallen ist. Anleger können die Performance von Fonds mit ähnlicher Anlagestrategie vergleichen.
Portfolio Ein Portfolio ist eine gebündelte Ansammlung von Aktien, Obligationen, Fonds oder anderen Wertpapieren.
Quartils-Ranking Misst die Leistungen eines Fonds im Sektorvergleich.
Die grünen, gelben, orangen und roten Punkte geben an, wo der Fonds im Vergleich zu den anderen Fonds des betreffenden Sektors steht.

Grün: beste 25 Prozent
Gelb: Oberes Mittelfeld (25,1 - 50 Prozent)
Orange: Unteres Mittelfeld (50,1 bis 75 Prozent)
Rot: schlechteste 25 Prozent

grüne Punkte gibt also für:
- möglichst hohe Performance
- möglichst tiefes Risiko
- möglichst kleiner maximaler Verlust
- möglichst hohes (positives) Sharpe-Ratio
- möglichst hohes (positives) Alpha
- möglichst hohes (positives) Beta
- Grün = top, gelb und orange = Mittelfeld, rot = flop
R² bezeichnet den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. So bedeutet ein R² von 35, dass nur 35% der Bewegungen des Fonds durch die Veränderungen in seinem Vergleichsindex erklärbar sind. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto signifikanter das Beta.
Rating Vgl. Morningstar Ratings
Rendite Sämtliche Renditen im Fondsguide von cash sind währungsbereinigt, das heisst, sie werden unabhängig von der Rechungswährung des Fonds in Schweizer Franken ausgewiesen.

Die Rendite wird nach so genannten BVI-Standards berechnet. Das bedeutet, dass allfällige Dividendenausschüttungen in die Renditeberechnung einfliessen.
Risiko Mass für die Kursschwankungen in der Vergangenheit. Diese Kursschwankungen, auch Volatilität genannt, werden mathematisch mit der Standardabweichung gemessen. Je grösser die Zahl, desto grösser die Schwankungen, das heisst desto grösser das Risiko.

Während im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff Risiko eine Gefahr umschreibt (konkret: die Gefahr von Kursverlusten), ist Risiko in der Finanzmarkttheorie eine neutrale Grösse. Auch Chancen (die Möglichkeit Kursgewinne zu erzielen) werden mit der Volatilität gemessen: Hohes Risiko bedeutet also nicht bloss grosse Verlustgefahr, sondern auch grosses Gewinnpotenzial.
Sektoren-/Branchen-Fonds Sektorenfonds investieren ausschließlich in einen bestimmten Wirtschaftssektor, wie z.B. Technologie, Gesundheitswesen oder Finanzen. Durch ihren engen Fokus sind diese Fonds meist riskanter als breit gestreute Fonds, da der Markt oft verschiedene Sektoren bevorzugt und zwischen ihnen rotiert.
Sharpe-Ratio Mass für die Rendite im Verhältnis zum Risiko, je höher die Sharpe-Ratio desto besser.

Genauer: Die Sharpe-Ratio misst die Überschssrendite eines Fonds pro Risikoeinheit. Wenn also beispielsweise ein Anleger die Wahl zwischen zwei Fonds hat, die beide in den vergangenen drei Jahren eine jährliche Rendite von 15 Prozent erzielt haben, so dürfte er den Fonds bevorzugen, der diese Rendite mit der geringeren Schwankungsbreite der Wertentwicklung, gemeint ist hier die Volatilität, erreichte. Hier fällt die Entscheidung also relativ leicht. Muss der Anleger aber zwischen zwei Fonds wählen, von denen der eine zwar etwas schwächer in der Rendite, aber eben auch etwas weniger risikobehaftet ist, so gibt die Sharpe-Ratio die notwendige Hilfestellung.

Zunächst einmal enthält sie im Zähler die so genannte Überschussrendite. Darunter versteht man die über die sichere Geldmarktanlage hinausgehende Rendite (annualisiert). Wenn also der risikolose Geldmarkt drei Prozent und der ausgewählte Fonds zehn Prozent abgeworfen haben, so hat letzterer eine Überschussrendite von sieben Prozent. Diese wird ins Verhältnis gesetzt zum Risiko, ausgedrückt als Volatilität. Eine positive Sharpe-Ratio, also eine deutlich größer eins (>1), zeigt an, dass gegenüber der risikolosen Geldmarktanlage eine Mehrrendite erwirtschaftet wurde. Zum anderen zeigt sie, in welchem Verhältnis diese Mehrrendite zum eingegangenen Risiko steht.

Umgekehrt verdeutlicht eine negative Sharpe-Ratio kleiner Null (< 0), dass noch nicht einmal die Geldmarktverzinsung übertroffen wurde. Während bestimmter Phasen gibt es durchaus Märkte, in denen trotz eingegangenen Risikos keine angemessene Wertentwicklung zu erzielen ist. Unterscheiden sich also zwei Fonds sowohl in der erzielten Rendite als auch in der Volatilität, sollte unter sonst gleichen Bedingungen der Fonds mit der höheren Sharpe-Ratio bevorzugt werden.
Short (Leerverkauf) Wenn man ein Wertpapier verkauft hat, das man nicht besessen hat, heisst das Short zu sein. Man spekuliert damit auf fallende Kurse, um das Papier später günstiger "kaufen" zu können. Der Gewinn ist die Differenz.
SICAV Die SICAV (Société d´investissement à Capital Variable) ist eine besonders in Frankreich und in Luxemburg gebräuchliche Aktiengesellschaft, die über Gesellschaftsorgane sowie über ein Mindestkapital verfügt. Das Kapital der Gesellschaft variiert jedoch. Es entspricht jederzeit dem Wert des Nettovermögens aller Teilfonds der Gesellschaft und wird durch Anteile ohne Angabe eines Nominalwertes dargestellt. Im Unterschied zu einer Aktiengesellschaft im klassischen Sinn ist der Zweck der SICAV auf die Anlage des Gesellschaftskapitals in Wertpapieren nach dem Grundsatz der Risikostreuung - ähnlich wie es das KAGG für deutsche Investmentgesellschaften vorschreibt - beschränkt. Stichwortverzeichnis
Standardabweichung Die Standardabweichung eines Fonds misst, wie stark die Wertentwicklung eines Fonds in der Vergangenheit geschwankt hat. Der Begriff Volatilität wird oft ersatzweise verwendet. Diese Kennzahl ist aus zwei Gründen nützlich. Erstens, weil höhere Volatilität eines Fonds meist höheres Risiko bedeutet. Hierbei kann man Fonds quer durch alle Kategorien vergleichen. Zweitens, weil Fonds, die in der Vergangenheit volatiler waren tendenziell auch in Zukunft volatiler sein werden. Insofern ist die Standardabweichung ein nützliches Warnsignal. Die Standardabweichung wird in Prozent ausgedrückt. Wir berechnen sie auf Basis der letzten 36 monatlichen Wertentwicklungen. Für detaillierte Berechnungen gehen Sie bitte zu "Über uns", und dann zu der Rubrik "Berechnungen".
TER (Total Expense Ratio) Die Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote) umfasst alle Gebühren, mit denen ein Fonds im Laufe eines Geschäftsjahres belastet wird. Sie errechnet sich als Verhältnis zwischen Kosten und durchschnittlichem Fondsvermögen. Allerdings gilt zu beachten: Üblicherweise berücksichtigt die TER (wie sie z.B. von deutschen Fondsgesellschaften errechnet wird) nicht die Transaktionskosten, so dass es sich nicht um eine Gesamtkostenquote im engeren Sinne handelt. Enthalten sind: Verwaltungs- und Depotbankvergütung, Veröffentlichungs- und Prüfungskosten, Kosten für weitere Dienstleistungen
Themen-Fonds Themenfonds investieren in Gesellschaften, die unter einem Sammelbegriff zusammengefasst werden können. Beispiel: Freizeit oder Wasser.
Thesaurierende Fonds Es wird zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds unterschieden. Thesaurierende Fonds reinvestieren die Dividenden oder Couponzahlungen. Ausschüttende Fonds überweisen periodisch Coupon- und Dividendenerträge an die Investoren.

Für zahlreiche Fonds existieren verschiedene Tranchen. Häufig geben die Fondsgesellschaften dem Anleger die Wahl zwischen einem thesaurierenden und einem ausschüttenden Fonds.
Valor Schweizerische Wertpapier-Kennnummer zur eindeutigen Identifikation eines Wertpapiers.
Value Substanzwertorientierter Anlagestil: Value-Manager suchen nach Unternehmen, die am Markt unter ihrem "inneren" oder "wahren" Wert gehandelt werden. Bei der Berechnung des inneren Werts werden die erwarteten zukünftigen Gewinne eines Unternehmens geschätzt, in die Gegenwart abdiskontiert und mit ihrem aktuellen Marktkurs verglichen. Als Value-Titel gelten Unternehmen, die mit einem Abschlag zum inneren Wert notieren und von denen erwartet wird, dass der Markt die Fehlbewertung erkennt und korrigiert. Die Morningstar Style Box weist für Fonds den Anlagestil (Value, Growth, Neutral) aus.
Value-Fund Value Funds sind Fonds, die in Aktien von Unternehmen investieren, die an der Börse preiswert bewertet sind.

Value Funds gehören zur Gruppe der Style-Funds (Anlagestilfonds). Das Gegenstück zu Value-Funds sind Growth-Funds.
Vergleichsindex (= Benchmark = Vergleichsmaßstab) Die Entwicklung eines bestimmten Index, der einem Fonds als Vergleichsbasis für die Wertentwicklung dient. Den Vergleichsindex zu schlagen ist Ziel eines aktiv gemanagten Fonds. Passiv gemanagte weichen kaum vom Vergleichsindex ab. In etwa wie ihr Vergleichsmassstab sollten sich (Index)-Fonds entwickeln.
Vermögensaufteilung Dies zeigt an, wie stark ein Fonds oder ein Fondsportfolio in verschiedenen Anlageinstrumenten investiert ist; d.h. wie hoch die Gewichtung von Aktien, Obligationen, liquiden Mitteln oder sonstigen Wertpapieren ist. Ziel der Vermögensaufteilung ist die Optimierung des Chance-Risikoprofils im Einklang mit dem Anlagehorizont und den Anlagezielen des Investors.
Verwaltungsgebühr Die Verwaltungsgebühr, meist in Prozent ausgedrückt, wird von der Fondsgesellschaft erhoben. Sie ist ein Teil der laufenden Kosten des Fonds. Aus ihr werden die Kosten für das Fondsmanagement bestritten.
Volatilität Volatilität ist die beobachtete Preisbewegung (Schwankungsbreite) eines Wertpapiers oder Fonds. Die meistgebrauchte Kennzahl dafür ist die Standardabweichung. Volatilität und Standardabweichung gelten gemeinhin als Risikogradmesser (siehe Standardabweichung).
Wandelanleihe Eine Wandelanleihe ist eine von einem Unternehmen ausgegebene Anleihe, die während ihrer Laufzeit zu einem festgelegten Preis in eine Aktie des Unternehmens umgewandelt werden kann. Die Entscheidung zur Umwandlung kann entweder beim Anleger oder beim Unternehmen liegen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich.
Wertentwicklung p.a. Wertentwicklung per annum, d.h. jährlich. Sie beschreibt die durchschnittliche Wertentwicklung pro Jahr (im Gegensatz zur kumulierten Wertentwicklung).