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Konjunktursorgen drücken Schweizer Börse ins Minus

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Am Vortag der Geschäftszahlen 2009 schlossen die Wertpapieren von Lindt etwas tiefer.
Bild: Keystone
15.03.2010 17:45

Der SMI hat am Montag nach einem eher richtungslosen Handelsverlauf leicht tiefer geschlossen. Die Angst vor einer restriktiveren Geldpolitik Chinas und Konjunktursorgen belasteten den Markt.

Als Stütze erwiesen sich dagegen erneut weniger konjunkturempfindliche Titel wie Nestle, Roche und Syngenta, die zwischen 0,2 und 0,6 Prozent zulegen konnten. Der SMI schloss 0,2 Prozent tiefer auf 6825,10 Punkten. Der breite SPI verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 5939,38 Zählern.

Neue Impulse könnten laut Händlern von dem am Dienstagabend erwarteten US-Zinsentscheid, dem Forschungstag beim Pharmakonzern Roche am Donnerstag und dem grossen Eurex-Verfall am Freitag ausgehen. Ansonsten verlaufe das Geschäft bislang ohne klar erkennbare Richtung. «Von der Fed werden eigentlich keine Änderungen in der Geldpolitik erwartet. Aber der dreifache Eurex-Verfall ist immer für eine Überraschung gut», sagte ein Händler.

Die Aktien des Börsenschwergewichts Novartis, die ebenfalls zwischenzeitlich im Plus notierten, schlossen 0,2 Prozent tiefer. Auch Lindt & Sprüngli, die morgen über den Gewinn 2009 berichten, schlossen leicht tiefer.

Banken und Versicherer schwächer

Die Aktien der Banken und Versicherungen tendierten ebenfalls schwächer. Händler erwähnten die Diskussionen um die Regulierungspläne der US-Regierung für die Finanzbranche. «Solange dies nicht vom Tisch ist, dürften diesbezüglich immer wieder Unsicherheiten belasten», sagte ein Händler. Die Aktie der Credit Suisse verlor 1,3 Prozent.

UBS lagen um 0,2 Prozent tiefer. Die Grossbank hatte am Morgen einen detaillierten Jahresbericht vorgelegt. Sie bestätigte dabei ihr Mittelfristziel von 15 Milliarden Franken Jahresgewinn. Die Angaben zur Vergütung der Geschäftsleitung fanden stärkere Beachtung. Investmentbanking-Co-Chef Kengeter ist mit 13,2 Millionen Franken das bestbezahlte Konzernleitungsmitglied.

Unter den Versicherungen büssten Baloise , deren Jahresbericht am Donnerstag veröffentlicht wird, 1,3 Prozent ein. Helvetia verlor ebenfalls 0,3 Prozent. Das Unternehmen legt bereits am morgigen Dienstag den Abschluss vor.

Zykliker-Aktien geben nach

Konjunktursorgen drückten die Papiere zyklischer Unternehmen ins Minus. ABB verloren etwas über ein Prozent und Holcim fielen um 1,3 Prozent.

Grössere Kursbewegungen verbuchten Unternehmen aus der zweiten Reihe, die ihre Jahresabschlüsse vorlegten. Der Klebstoff- und Belagshersteller Forbo meldete zwar einen Umsatzrückgang, der Gewinn lag aber über den Prognosen und die Ausschüttung an die Aktionäre soll deutlich erhöht werden. Die Aktie stieg um 5,6 Prozent.

Die Anteile des Tiefkühlbackwarenherstellers Aryzta stiegen 1,3 Prozent. Auch Aryzta übertraf die Prognosen. Tornos und Cicor verloren 1,8 und 2,8 Prozent. Der Drehautomatenhersteller und der Leiterplattenproduzent Cicor konnten die Markterwartungen nicht erfüllen.

(Reuters)