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Heute habe ich kurz das Forum 'überflogen' und dachte mir: Wie im Kleinen so im Grossen. Aber was tun? Zurfälig stiess ich nach einiger Zeit auf den folgenden Text, der euch und mir einige Minuten zum Lesen rauben wird. Wer weiss, vielleicht bekommen wir aber etwas zurück dafür?

Kleiner Denkanstoss

für Politiker, Wirtschafts- Finanz- und Börsenleute sowie für ganz normale Menschen.

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Umgang mit der Macht der negativen Gedanken

Positiv denken und fühlen

Wer hat sich nicht schon mal so richtig über etwas oder jemanden geärgert? Dabei entsteht meistens eine negative Emotion, die darauf wartet, sich zu entladen. Ärger führt zu negativen Gedanken und je mehr Raum man diesen gibt, umso stärker wird die Emotion. Je nachdem, welches Temperament man besitzt, lässt man dieser Emotion freien Lauf, oder man frisst sie in sich hinein. Wie auch immer, man schadet sich auf jeden Fall selbst, wenn man sie zulässt. Darüber hinaus verbreitet sich solch ein negativer Einfluss virusartig auf andere Menschen. Erst wenn es jemand schafft, die negativen Gedanken in positive zu verwandeln, kommt diese Kettenreaktion zum Stillstand. Positives Denken kann ebenfalls ansteckend sein, allerdings auf angenehme Weise. Negative Gedanken wirken immer zerstörerisch. Sie sind Ursache für Tratsch, üble Nachrede und feindselige Gefühle. Freundschaften und Familienverbindungen können daran zerbrechen und die Entstehung vieler Krankheiten kann darauf zurückgeführt werden. Positive Gedanken hingegen wirken erbauend und stärkend. Sie heben die Stimmung, führen zu Freude, Gesundheit und Erfolg. Wie herrlich, wenn man gelernt hat, negative Gedanken und Emotionen in positive zu wandeln. Man tut dabei nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern auch allen, mit denen man zu tun hat.

Unsere Vorstellungskraft

Was wir uns nicht vorstellen können, können wir auch nicht verwirklichen. Der griechische Philosoph Epiktet beschrieb diesen Umstand schon vor zweitausend Jahren folgendermaßen: "Nicht die Dinge selbst beunruhigen den Menschen, sondern die Vorstellung von den Dingen." Jeder Gedanke, den wir uns machen, erzeugt eine Vorstellung, die unsere Gefühle und unser Verhalten entscheidend beeinflusst. Aufgrund von Erfahrungen haben wir uns die schnelle Beurteilung von Dingen angeeignet, was uns häufig noch nicht einmal mehr auffällt. Auffällig sind allerdings die Folgen dieser oft falschen Sichtweise: Lustlosigkeit, Frust, Angst, Unsicherheit, Kommunikationsschwierigkeiten, Selbstvorwürfe und schließlich Misserfolge. Über das vegetative Nervensystem, auf das wir willkürlich keinen Einfluss nehmen können, wirken viele Vorstellungen bis in jede Zelle hinein. So können negative Gedanken Krankheiten erzeugen, während positive Vorstellungen sie heilen können. Vorstellungen entscheiden mit, ob wir uns wohl fühlen oder krank werden; sie beeinflussen zwischenmenschliche Kontakte, lassen vorhersehbare Karrieren scheitern oder umgekehrt unvorhersehbare Erfolge erzielen.

Destruktive Gedanken überwinden

Positives Denken zielt darauf ab, zu lernen, unangemessene und destruktive Gedanken zu erkennen, zu neutralisieren und schließlich in positive Gedanken umzuwandeln. Für diese Selbstbeeinflussung erweist sich eine positive Vorstellungskraft als unentbehrlich. Je besser man sich bildhaft etwas Gutes vorstellen kann, desto größere Erfolge wird man erzielen. Wer gelernt hat, seine Gedanken auf etwas Erhebendes zu konzentrieren, erstickt negative Vorstellungen bei deren Entstehung im Keim, noch ehe sie schaden. Dieses unerschöpfliche Potential in uns kann gezielt dazu benutzt werden, unser Leben in allen Lebenslagen positiv zu beeinflussen.

Selbstmitleid ablegen

Hinckley hat eine klare Meinung zu dieser weit verbreiteten destruktiven Gemütsneigung geäußert: "Sparen Sie sich Selbstmitleid. Selbstmitleid ist sinn- und zwecklos. Unterdrücken Sie das Negative und heben Sie das Positive hervor."

Gedankenstopp

Es nützt im allgemeinen wenig, sich negative Gedanken ausreden zu wollen oder sich nur abzulenken. Weitaus wirksamer ist es, das unangenehme Gefühl, das mit den negativen Gedanken verbunden ist, mit einem "Gedankenstopp" zu unterbrechen. Dabei konzentriert man sich zunächst auf die Gedanken, mit denen die unangenehmen Gefühle eingeleitet werden. Haben sie diese Gedanken bewusst erkannt, rufen sie innerlich bestimmend "Halt!". Anschließend fügen Sie dem "Halt!" noch "Gedanken sind unwichtig!" hinzu. Dann lenken sie Ihre Aufmerksamkeit wieder auf die vorherigen Tätigkeiten. Taucht der Gedanke abermals auf, wiederholen Sie den "Gedankenstopp". Das klingt vielleicht etwas befremdend, aber wenn sich unsere Denkstrukturen schon seit längerer Zeit verselbständigt haben und dazu führen, dass uns häufig negative Gedanken und Gefühle quälen, ist es notwendig, diese zerstörerischen Denkmuster bewusst zu durchbrechen. Gefühle wie Angst, Minderwertigkeit, Mutlosigkeit, Aggresivität oder Feindseligkeit können durch diese Technik des "Gedankenstopp" im Keim erstickt werden.

Positive Gedanken entwickeln

Wer gelernt hat, negative Gedanken zu stoppen, sollte den nächsten Schritt gehen, nämlich nach dem "Gedankenstopp" positiv weiterdenken. Das bedeutet, die negativen Gedanken ins Gegenteil umkehren. Dabei ist es wichtig, das "Gute" sehen zu lernen. Fast jeder Lebenssituation kann man einen guten Aspekt abgewinnen, egal wie aussichtslos sie erscheint. Selbst die Einsicht, dass eine schwierige Situation eine neue Herausforderung darstellt, kann ein positiver Aspekt sein. Das bedeutet allerdings nicht, in Naivität zu verfallen. Die Kunst der Ausgeglichenheit besteht darin, eine optimistische Denkweise zu lernen und trotzdem realistisch zu bleiben. Präsident Hinckley sagte dazu: "Selbstverständlich gibt es auch eine Zeit des Leidens. Selbstverständlich gibt es Stunden der Sorge und der Angst. Jeder macht sich Sorgen. Der Herr hat uns jedoch geboten, unser Herz zu erheben und uns zu freuen. Es gibt so viele Menschen, die nie die Sonne zu sehen scheinen, sondern die andauernd im Sturm und unter bewölktem Himmel leben.

Schuldzuweisung

Viele Menschen neigen dazu, sofort einen Schuldigen zu finden, wenn ein Malheur passiert ist. Eigenartigerweise trifft die Schuld meistens einen anderen, nur nicht einen selbst. Bei dieser Denkweise finden sich im Handumdrehen unzählige Gründe, die das eigene Fehlverhalten verursacht haben. Meistens sind es andere Personen, denen man schnell die Schuld zuweisen kann. Solche Reaktionen sind eine gefährliche Art der Selbsttäuschung, die schnell zur Gewohnheit und schließlich zur Charaktereigenschaft werden. Dabei verliert man die Fähigkeit, aus eigenen Fehlern zu lernen. Diese Selbstgefälligkeit ist wie ein Gift, das langsam aber sicher die Seele zerstört. Dabei ist es überhaupt nicht schlimm, sich Fehler einzugestehen. Menschen dürfen Fehler machen! Schlimm wird es erst, wenn man nicht mehr in der Lage ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Dann macht man die gleichen Fehler immer wieder, vielleicht ein Leben lang. Wer zu seinen Fehlern steht, wirkt meist viel sympathischer und liebenswerter. Er wird nicht nur als Autorität, sondern auch als Freund angesehen. Wer nicht lange zögert, sich aufrichtig zu entschuldigen, dem wird auch schnell vergeben. Die Frage nach der Schuld ist bei einer gesunden Denkweise überflüssig. An ihre Stelle rückt die Frage nach Lösungen, wie man die Folgen von Fehlern korrigieren kann.

Neid und Statusdenken

Es fällt zwar leicht, Menschen zu entdecken, denen es schlechter geht, aber man findet auch immer jemand, den man beneiden kann. Und die meisten von uns neigen dazu, sich an den wirklich oder vermeintlich Erfolgreicheren, Wohlhabenderen oder Glücklicheren zu messen. Für solche Vergleiche nach oben zahlen wir prompt mit schlechten Gefühlen: Niedergeschlagenheit, Scham und der ohnmächtige Zorn, vom Leben ungerecht behandelt zu werden. Wer den Hang hat, ständig auf die Erfolge anderer zu schielen, muss sich heutzutage in fast allen Lebensbereichen als Versager fühlen. Sehr oft beruht das Unbehagen am scheinbaren Glück der anderen auf einer verzerrten Wahrnehmung. Außerdem merken wir nicht, dass die von uns glühend beneideten Leute ihrerseits oft missgünstig oder bewundernd auf uns und unser Glück blicken. Der französische Philosoph Montaigne schrieb: "Wenn ein Mensch nur glücklich sein wollte, wäre dies nicht so schwer, aber er will glücklicher als andere sein, und dies ist fast immer schwer, denn wir stellen uns die anderen glücklicher vor, als sie sind." Neid löst negative Emotionen aus und verhindert, dass wir die erfreulichen Seiten unserer eigenen Situation gebührend wahrnehmen.

Dampf ablassen

Viele Menschen glauben, ein Wutanfall würde sie von der Wut befreien, Tränen von der Trauer erlösen. Diese Auffassung ist inzwischen genauso überholt wie der Glaube, die Erde sei eine Scheibe. Natürlich tut es oft gut, sich einem nahen Menschen anzuvertrauen. Geteiltes Leid kann halbes Leid sein. Aber es nützt wenig, sich dabei in einen Ausbruch negativer Emotionen hineinzusteigern. Unzählige Studien belegen, dass Wutanfälle die Wut eher noch anheizen und dass Tränen uns noch tiefer in eine depressive Stimmung hineintreiben können. Wenn wir uns dazu hinreißen lassen, nach einem ärgerlichen Telefongespräch den Hörer in die Station zu knallen oder nach einer gedankenlosen Bemerkung des Partners die Tür hinter uns zuzuschlagen, schaden wir uns gleich doppelt: Zum einen bleibt ein mögliches Missverständnis im Raum stehen, und zum anderen halten wir die unangenehmen Gefühle länger als nötig am Leben und steigern uns erst so richtig in den Ärger hinein. Der Ausweg ist, negative Emotionen im Moment ihrer Entstehung zu kontrollieren. Das bedeutet nicht, sie zu verdrängen. Vielmehr sollte man seine Gefühle einen kurzen Moment lang bewusst wahrnehmen und danach durch gezieltes Umdenken im Keim ersticken.