Die Banken hatten Ende September 2010 total 1808 Stellen ausgeschrieben, das sind mehr als doppelt so viele wie vor einem Jahr (893), wie aus dem am Montag veröffentlichten vierteljährlich erhobenen Finews-JobDirectory-Index hervorgeht.

Am meisten offene Stellen bot seit Juni 2010 die UBS mit 574 Jobs, gefolgt von der Credit Suisse mit 335. Während bei der Credit Suisse das Stellenangebot seit diesem Sommer deutlich rückläufig sei, steige die Nachfrage der UBS seit Jahresanfang kontinuierlich, heisst es in der Mitteilung.

Mit Blick auf die übrigen Bankengruppen fällt auf, dass vor allem die Privatbanken sowie die Auslandbanken seit rund einem halben Jahr markant viele Jobs ausgeschrieben haben. Gab es vor Jahresfrist bei den Privatbanken 80 offene Stellen, waren es Ende September 228 (+129 Prozent). Bei den Auslandbanken betrug das Plus gar 167 Prozent. Ende September waren 219 Stellen zu besetzen.

Viele Jobs bei Privatbanken

Bei den Versicherungen zeigt die Entwicklung ebenfalls nach oben, allerdings schwächer. Bot die Assekuranz inklusive Krankenkassen im Herbst 2009 total 997 offene Jobs, waren es Ende September 2010 bereits 1158 (+16 Prozent). Die Zahl der Stellen in den übrigen Finanzfirmen (Wirtschaftsprüfung, Beratung, IT, etc.) stieg von 801 auf 1231 (+54 Prozent).
Stellenangebot stagniert im dritten Quartal

Ein Wermutstropfen bleibt: Das Wachstum bei den Stellenangeboten in der Finanzbranche verlangsamt sich. Wird lediglich das dritte Quartal 2010 betrachtet, zeigt sich, dass die Zahl der offenen Stellen in der Branche kaum weiter wächst. Gegenüber dem Vorquartal beträgt die Zunahme lediglich 3,75 Prozent. Im zweiten Quartal war noch ein Plus von 15 Prozent verzeichnet worden.

Vor allem im Bankensektor habe sich die Personalnachfrage verlangsamt. Die nun gleichzeitig schwächere Dynamik an den Finanzmärkten dürfte zusätzlich dazu beitragen, dass sich der Bedarf an Personal auf dem aktuellen Niveau einpendelt, heisst es in der Mitteilung.

(sda)