Die befragten Unternehmen hätten angegeben, die Löhne um 1,1 Prozent angehoben zu haben, teilte die Grossbank UBS mit. Die geringste Erhöhung gewährte die Textilindustrie (+0,5 Prozent), die grösste das Gesundheits- und Sozialwesen (+1,5 Prozent).

Bei einer Jahresteuerung von 0,7 Prozent bleibt den Schweizer Angestellten damit im Schnitt real lediglich noch 0,4 Prozent mehr Salär.

2009 hatte der Verdienst der Arbeitnehmenden im Schnitt um 2,1 Prozent zugenommen. Da die Konsumentenpreise gleichzeitig um 0,5 Prozent gesunken waren, kletterten die Löhne real gar um 2,6 Prozent. Das war der höchste Anstieg seit Beginn der Statistik im Jahr 1987.

2009 schlug die Krise noch nicht voll durch

Zu verdanken war der saftige Zuschlag dem Umstand, dass die Löhne für 2009 bereits im Herbst 2008 vereinbart worden waren, als die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Wirtschaft noch nicht vollständig durchgeschlagen hatten.

2008 waren die Saläre ebenfalls kräftig um 2 Prozent gestiegen. Allerdings hatte damals die hohe Teuerung infolge der Ölpreishausse den Arbeitnehmenden alles weggefressen, real war ihnen gar 0,4 Prozent weniger im Portemonnaie geblieben.

(sda)