Von den 1,465 Millionen Teilzeiterwerbstätigen in der Schweiz würden 269'000 gerne mehr arbeiten und wären dazu kurzfristig auch in der Lage, wie aus der am Freitag veröffentlichten Arbeitskräfteerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht. Gegenüber dem ersten Quartal hat die Zahl der so genannt Unterbeschäftigten damit um 13'000 abgenommen.

Mit der Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg auch die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt. Im zweiten Quartal wurden 4,585 Millionen Erwerbstätige gezählt, 0,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor und 1,5 Prozent mehr als im Vorquartal.

Damit hat der Arbeitsmarkt sich in umgekehrter Richtung als in der Europäischen Union entwickelt: In der EU nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent ab.

Ausländer und Schweizer arbeiten mehr

Hierzulande arbeiteten sowohl Ausländer als auch Schweizer mehr. Die schweizerischen Erwerbstätigen legten um 0,3 Prozent auf 3,341 Millionen zu. Ausländische Arbeitskräfte verzeichneten einen Anstieg von 0,6 Prozent auf 1,244 Millionen Erwerbstätige.

Bei den Ausländern variierte die Entwicklung je nach Aufenthaltsstatus: Die Grenzgänger und die Erwerbstätigen mit Niederlassungsbewilligung nahmen zu. Hingegen arbeiteten im zweiten Quartal weniger Kurzaufenthalter und Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz.

Da mehr Menschen in der Schweiz im zweiten Quartal arbeiteten, sank dementsprechend die Zahl der Erwerbslosen. Es waren 191'000 Menschen erwerbslos gemeldet - das sind 39'000 weniger als im Vorquartal.

Selbst saisonbereinigt lässt sich mit einer Erwerbslosenquote von 4,3 Prozent (Vorquartal: 4,8) eine Erholung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ausmachen. In der EU blieb die Quote der Erwerbslosen im ersten wie im zweiten Quartal bei 9,6 Prozent.

(sda)