Wöchentlich werden es mehr: Börsenkotierte ETF, passiv gemanagte Fonds, die meist einen Index oder ein Anlageuniversum abbilden. Sie sind günstiger als aktiv bewirtschaftete Fonds und schneiden wenigstens nicht schlechter als der Markt ab. Dagegen schlägt nur jeder fünfte Aktienfonds-Manager langfristig den Markt.

Doch ETF haben einen grossen Nachteil: Es gibt keine Outperformance. «ETF erkennen keine Ineffizienzen des Marktes und lassen darum jede Möglichkeit aus, eine Überrendite zu erzielen», sagt Mojmir Hlinka vom Vermögensverwalter AGFIF. Besonders deutlich wird dies mit Blick auf die Entwicklung der Börsen-Indizes der letzten zehn bis zwölf Jahre. Wer 1998 einen ETF auf den SMI gekauft hätte (damals gab es diese Produkte noch nicht), hätte bis heute damit keinen Rappen verdient.

 

Der langfristige Börsentrend am Beispiel von SMI

Noch schlimmer stünde da, wer sein Geld in passiv gemanagte Fonds der privaten Vorsorge gesteckt hätte. Hohe Verwaltungsgebühren fressen langsam das zuvor in den Börsen-Boomjahren der 80-er und 90-er Jahre angesparte Kapital auf. In volatilen Börsenzeiten wie in den vergangenen zehn Jahren ist eine aktive Portfolio-Bewirtschaftung vorzuziehen, sofern sie eine Sicherungsstrategie beinhaltet. Bei AGFIF werden mit dem Kunden je nach Risikofähigkeit Portfolioschutz-Levels definiert, welche die Marktschwankungen auffangen und ausnützen.

Mit passivem Ansatz sind Verluste kaum aufzuholen

Einfach gesagt: Buchgewinne werden dann realisiert, wenn sie zu fallen beginnen. Buchverluste werden realisiert, wenn sie ansteigen. «Mit diesem Ansatz erreichen wir in Krisenzeiten einen Kapitalerhalt und in Erholungszeiten einen Kapitalaufbau», sagt Hlinka.

Das lässt sich leicht veranschaulichen: Ein Verlust von 50 Prozent bedingt eine Aufholjagd von 100 Prozent, um das Minus wieder ganz wettzumachen. Mit einem passiven Ansatz ist das kaum zu schaffen.

Auch 2008 liess sich eine Rendite erwirtschaften

Der Kapitalaufbau hat bei AGFIF auch im holprigen ersten Halbjahr 2010 recht gut funktioniert: Die Portfolios haben zwischen 3,9 und 6,7 Prozent zugelegt - nach Abzug der Gebühren. Die Benchmark-Fonds von UBS, Swisscanto, Zürcher Kantonalbank, Raiffeisen und Credit Suisse liegen teils deutlich im Minus.

Auch 2008 gelang es AGFIF, die Verluste in engen Grenzen zu halten. Das defensive Portfolio erreichte sogar ein leichtes Plus.

ETF haben nur den Gebührenvorteil

Kaufen und Halten macht somit nur noch Sinn, um Gebühren zu sparen. Insofern haben die ETF die Vermögensverwaltungsszene unter Druck gesetzt. Ein Fondsmanager, der den Benchmark nicht schlagen kann, weil sein Arbeitgeber zu hohe Gebühren kassiert, ist schnell weg vom Fenster.

Ein Kundenberater, der am Ende des Jahres mit Verweis auf das schwierige Marktumfeld rot eingefärbte Kontoauszüge verschickt, aber einen Bonus kassiert, weil er der Bank viel Umsatz gebracht hat, gerät in Erklärungsnotstand.

Vernünftiges Kompensationssystem schützt vor Trading

Aktives Bewirtschaften des Portfolios muss nicht Handeln auf Teufel komm raus heissen. Vermögensverwalter schützen sich vor übermässigem Trading, indem sie ihre Anlagekonzepte beibehalten und nicht auf jede kurzfristige Prognose aufspringen. Und sie schützen sich vor zu viel Aktivismus mit einem vernünftigen Kompensationssystem.

Bei AGFIF werden die Kunden mit tiefen Gebühren belohnt, und der Vermögensverwalter nach Outperformance. Erreicht er mit dem Portfolio am Ende des Jahres gegenüber dem bisherigen Höchststand ein Plus von mindestens 3 Prozent, bekommt er von der darüber liegenden Performance 10 Prozent.