Novartis sagte am Donnerstag, dass die Verkäufe im laufenden Jahr schneller als erwartet zunehmen würden. Und das ohne Berücksichtigung des Impfmittels gegen den H1N1-Pandemie-Virus, der wegen der jetzt anlaufenden Grippe-Saison für zusätzliches, positives Überraschungspotenzial sorgen könnte.

Bisher ging der Basler Konzern davon aus, dass die Division Pharma im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen dürfte. Jetzt wird ein Wachstum im zweistelligen Bereich prognostiziert. Die Pharma-Division macht 66 Prozent des Konzern-Umsatzes aus.

Zusätzliches Überraschungspotenzial bei Impfstoffen

Auf Konzernstufe rechnet Novartis-Chef Daniel Vasella neu mit einer Umsatzzunahme im hohen einstelligen Bereich, nachdem er bisher von einem mittlere einstelligen Prozentwachstum gesprochen hatte.

«Der angehobene Ausblick, das zusätzliche Überraschungspotenzial bei Impfstoffverkäufen und das ungebrochene Wachstums-Momentum aller Divisionen in allen Regionen sind sehr überzeugend», kommentiert am Donnerstag die Zürcher Kantonalbank und empfiehlt die Pharma-Aktie weiter überzugewichten. Die Deutsche Bankist noch deutlicher: «Ein erstaunlich starkes Zahlen-Set. Die Management-Prognose, speziell der Ausblick für die Pharma-Division, ist unglaublich bullish.»

Ein wenig differenzierter siehts die Bank Vontobel. «Alles in allem entsprechen die Zahlen ungefähr den Erwartungen. Die etwas enttäuschende Entwicklung von Schlüsselprodukten wie Diovan und Gleevec wurde durch die gute Performance neuer Produkte ausgeglichen.» Die Empfehlung lautet aber trotzdem: Aktie kaufen. Sie habe Potenzial bis 58 Franken.

Am Donnerstagmittag notiert der Titel bei 52.55 Franken, 0,2 Prozent im Plus.