Bisher galt beim Immobilienerwerb eine Losung: Die gute Lage geht vor. Doch seit die Preise an Toplagen sehr stark angezogen haben, gelten sie als überhitzt und entsprechend korrekturanfällig. In Zürich kostet am begehrten Zürichberg der Quadratmeter in einem Neubau mit Seesicht bis zu 25'000 Franken. Oder in Luzern haben Seesichtlagen Zürcher Preise erreicht. Da wird Albisrieden, Kriens oder die Unterseeregion zur interessanten Alternative.
Hans-Peter Bauer geht von diesem Ansatz aus und setzt mit seiner an der Berner Börse kotierten Gesellschaft Swiss Finance & Property Investment (Valor 3.281.613; SFPN) auf Geschäfts- und Wohnliegenschaften in Quartieren, die über viel Entwicklungspotenzial verfügen. So hat er im Zürcher Letziquartier das Gebäude mit dem Restaurant "Hubertus" gekauft. Kürzlich bezog in unmittelbarer Nachbarschaft die renommierte Galerie Hauser & Wirth sowie das Migros-Museum ein Provisorium. Für Bauer sind das untrügliche Zeichen dafür, dass diese Lage an Attraktivität gewinnen wird, was früher oder später die Immobilienpreise steigen lässt.
Grosse Fonds sind heute teuer
Die grossen Immobilienfonds und - beteiligungsgesellschaften investieren zwar auch in solche Liegenschaften, gemessen an ihrem Portfolio aber nur mit sehr geringem Volumen. In Bauers Beteiligungsgesellschaft sind 28 Liegenschaften mit einem Marktwert von 197 Millionen Franken enthalten. Die Bruttorendite lag im vergangenen Jahr bei 5,8 Prozent. Der Kurs der an der Berner Börse gehandelten Aktie stieg derweil von 55 auf aktuell 77 Franken an.
Da Bauer auch den SF Property Securities Fund betreibt, der in kotierte und nicht kotierte schweizerische Immobilienfonds und Beteiligungsgesellschaften 146 Millionen Franken investiert hat, kennt er die Branche bestens. So ortet er bei den grossen Fonds nach den starken Kursanstiegen nur noch geringes Potenzial, wie er im cash-Interview ausführt (vgl. Video).


