Die Gesamtrendite der Schweizer Immobilienaktien für das 2011 belief sich auf gut sechs Prozent und jene für Immobilienfonds knapp sieben Prozent. Auch ein Jahr zuvor konnte die Immobilienanlagen kräftig zulegen. Gründe für die Hausse waren bis anhin gute Geschäftsergebnisse der Immobiliengesellschaften, das Tiefzinsniveau und eine starke Nachfrage nach Immobilien.
Allerdings: "Die Luft bei Immobilienanlagen ist draussen", sagt Claudio Saputelli, Leiter Immobilienanalyse bei der UBS im cash-Video-Interview. "Aber solange die Zinsen tief bleiben und die Konjunktur nicht einbricht, sehen wir keine Gefahr, dass Immobilienaktien oder –fonds stark zurückkommen werden", sagt der Immobilienprofi.
Gefährlich für Privatanleger sei hingegen der Kauf von Immobilien, um diese danach zu vermieten, sagt Saputelli. Dieser Trend nimmt immer mehr an Fahrt auf und treibt die Immobilienpreise zusätzlich in die Höhe. Aber: Die Preise auf Immobilien könnten in den nächsten fünf bis zehn Jahren korrigieren und deshalb sei diesem Trend nicht zu folgen, warnt Saputelli.
Risiko einer Immobilienblase nimmt zu
Fakt ist: Die Immobilienpreise sind real seit elf Jahren stark ansteigend. In der Schweiz durchschnittlich um 65 Prozent. Spitzenreiter ist Genf mit satten 140 Prozent. Aber dieser Aufwärtstrend wurde nun gestoppt, zumindest im Kanton Zürich. Die Hauspreise im Kanton Zürich sanken in den letzten drei Monaten 2011 im Vergleich zum dritten Quartal um 0,7 Prozent. Neu steht der Index Zwex der Zürcher Kantonalbank (ZKB) auf einem Stand von 253,63 Punkten. Es ist dies der erste Rückgang des Index seit dem ersten Quartal 2009, als die Preise gegenüber dem vierten Quartal 2008 leicht sanken (zum Artikel).
Damit nicht genug: Der Immobilien-Blasen-Index stehe noch auf 'Boom', aber mit einer Tendenz Richtung Überhitzung, warnt Saputelli. Keine Gefahr für eine Immobilienblase hierzulande sieht Migros-Bank-Chef Harald Nedwed. Dies sagte er am Dienstag gegenüber cash (zum cash-Video-Interview).
Weiter sagt Claudio Saputelli im Video, wie sich die UBS im Hypothekar-Geschäft im Vergleich zur Konkurrenz schlägt und weshalb die Vergabepolitik bei der UBS eher defensiv ausgerichtet ist.


