«Angst hemmt die Entscheidungsfähigkeit und verhindert damit Chancen», sagt Mojmir Hlinka vom Vermögensverwalter AGFIF im Börsen-Talk. Und die Angst der Kunden spüre er in seinen täglichen Beratungsgesprächen. Da gehe es vor allem darum, die Kunden vor irrationalen Entscheidungen zu bewahren.

Hlinka glaubt, dass auch in der Phase der Unsicherheit die Chancen in den Märkten überwiegen. «Die Euroschwäche wird mehr als kompensiert», sagt er. «20 Prozent Euro-Kursverlust gegen den Dollar bedeuten eine Zunahme des Handelsvolumens in der Euro-Zone von 130 Milliarden.» Und auf längere Sicht sei klar: «Der Euro wird bestehen bleiben und die Haushalte werden saniert.» Das sei wie ein Turna-around, der aber auch etwas länger dauern werde.

Deutsche Unternehmen, die ihre Exporte in Euro vergüten liessen, bieten laut Hlinka gute Investments. Siemens gehöre einfach ins Depot. Für Schweizer Investments spreche die relative Dollarstärke gegen den Franken, davon würde Nestlé, Richemont oder auch Swatch profitieren. (siehe Video).