Silber ist im noch jungen Jahr von den Anlegern wieder entdeckt worden. Mit keiner anderen Anlageklasse konnte in den ersten vier Wochen so viel verdient werden wie mit dem „Gold des kleinen Mannes“, wie cash-Guru Alfred Herbert das Silber im cash-Börsen-Talk nennt. Dank einer Option, die sich seit Weihnachten versechsfacht habe, könne er schon jetzt das Jahr 2012 ruhig angehen. Er glaubt, dass der Silberpreis bis im Dezember noch über 40 Dollar steigen könnte. Derzeit notiert die Silberunze bei über 33 Dollar.
Mit einem Plus von rund 20 Prozent seit Anfang Januar stellt Silber nicht nur die globalen Aktienindizes in den Schatten, sondern auch den Top-Performer der letzten Jahre – das Gold. Die Feinunze Gold notiert rund zehn Prozent höher als noch um den Jahreswechsel. 2011 sah das noch ganz anders aus: Während Gold zwischen Januar und Dezember 11 Prozent stieg, fiel Silber in derselben Zeitperiode um acht Prozent.
Aktien sind gut ins neue Jahr gestartet
Von ihrer freundlichen Seite zeigten sich im Januar aber auch die Aktienmärkte. Mit einem Plus von 2,7 Prozent ist die Schweizer Börse überdurchschnittlich gut ins Jahr gestartet. Gemäss Analysen der ZKB konnten Anleger in den letzten 20 Jahren im Januar lediglich 0,2 Prozent gewinnen. „Am meisten hat mich gefreut, dass der SMI seit Anfang Jahr über 6000 Punkte geblieben ist“, sagt Herbert. Allerdings erwartet er weiterhin grosse Kursschwankungen bei den Aktien.
Der Grund dafür ist die jüngste Entwicklung in der Euro-Krise. Die Verhandlungen über einen Schuldenschnitt in Griechenland bleiben eine Hängepartie – mit einem offenen Ausgang. Zudem rückt mit dem 20. März ein möglicherweise verhängnisvoller Tag für den Mittelmeer-Staat näher. Gelingt es Griechenland nicht, bis dann die Staatsanleihen in der Grössenordnung von 14,4 Milliarden Euro zu refinanzieren, droht der Staatsbankrott.
Auf günstige Bewertung und Gewinnentwicklung achten
Anleger sollten sich nach Meinung von Herbert bei der Wahl von Aktien wieder vermehrt auf wirtschaftliche Fakten konzentrieren, zum Beispiel eine günstige Bewertung und eine gute Gewinnentwicklung. „Denn die wirtschaftlichen Realitäten werden irgendwann wieder Oberhand bekommen“, sagt der cash-Guru. Allerdings brauche dies einiges an Zeit – und an Nerven.
Im Börsen-Talk sagt cash-Guru Alfred Herbert, welche Aktien aus seiner Sicht ins Depot gehören und von welchen sich Anleger besser trennen sollten.


