Gemäss der am Dienstag veröffentlichten Studie wären über ein Drittel der befragten Schweizer Arbeitnehmer jederzeit bereit, für ihren Beruf ins Ausland zu ziehen. Für mehr als fünf Jahre den heimischen Arbeitsplatz mit einem ausländischen zu tauschen erklären sich sogar vier von zehn Befragten bereit. Begründet wird dies hauptsächlich mit der Erweiterung der beruflichen Erfahrung. Aber auch der Reiz, sich einer neuen Herausforderung zu stellen oder andere Länder und Sitten kennen zu lernen, wurde oft genannt.

Beim Jobwechsel ins Ausland wird aber Wert auf geregelte Verhältnisse gelegt. So wünscht sich die grosse Mehrheit beim beruflichen Auslandsaufenthalt einen unbefristeten Vertrag. Bei den beliebtesten Destinationen führen die USA vor Australien und Kanada. Die Städte, in denen am liebsten gearbeitet werden würde, sind New York, London und Sydney.

Arbeitsmarkt Schweiz beliebt

Doch auch Jobs in der Schweiz sind beliebt. Vor allem Deutsche, Franzosen, Italiener und Österreicher aber auch Amerikaner, Briten und Schweden würden gerne hier arbeiten. Eine Mehrheit der Befragten gab an, eine Festanstellung zu wollen. Die Erweiterung der beruflichen Erfahrung wird auch hier als Grund für ein Stellenantritt genannt.

Vor allem Personal aus den Bereichen "Sales", "IT/ICT/Automation" und "Engineering & Technology" zieht es in die Schweiz. Für die Herausgeber der Studie ist dies ein Indikator dafür, dass die Schweiz sowohl bei den Informationstechnologien wie auch in der Herstellung von hochwertigen Maschinenbauteilen nach wie vor ein attraktiver Arbeitsmarkt ist.

Für Schweizer Arbeitnehmer hat die hohe Mobilität im internationalen Stellenmarkt indes Konsequenzen. Da die hohe Attraktivität des hiesigen Arbeitsmarktes eine grosse Anzahl hochqualifizierter Fachkräfte anziehe, müssen sich Schweizer Arbeitnehmer fortlaufend weiterbilden, um im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben, wie Micol Rezzonico, Kommunikationsverantwortlicher bei jobs.ch, erklärt.

(AWP)