Die verbale Intervention des Präsidenten der Schweizer Nationalbank (SNB), Philipp Hildebrand, verhallte auf dem Devisenmarkt ungehört. Obwohl Hildebrand am Dienstag in St. Gallen einmal mehr betont hatte, dass die SNB eine übermässige Aufwertung des Franken entschieden entgegenwirken werden, wertete die Scheizer Währung weiter auf.

Den bisherigen Höchststand gegenüber dem Euro erreichte der Franken am Mittwochmorgen, kurz vor 8 Uhr. Ein Euro war noch 1.4232 Franken wert. Damit wurde das bisherige Allzeittief vom 27. Oktober 2008 unterboten. Damals hatte der Euro bei 1.4296 Franken notiert.

Wechselkurse von 1.40 Franken bereits prognostiziert

Experten bringen die anhaltende Schwäche damit in Zusammenhang, dass die EU zu wenig Bereitschaft und Stärke bei der Lösung der Griechenlandkrise zeige. Es zeichnet sich immer mehr eine Intervention des in Amerika beheimateten Internationalen Währungsfonds (IMF) ab.

Am Markt werde zudem damit gerechnet, dass die anhaltenden Unsicherheiten über eine rasche Lösung der griechischen Schuldenkrise und die maue Erholung in der Euro-Zone die Europäische Zentralbank (EZB) noch bis ins kommende Jahr von einer Zinsanhebung abhalten könne. Dies belaste den Euro zusätzlich. Die UBS rechnet damit, dass der Euro weiter schwächeln und bis 1.40 Franken fallen wird.