Darauf weisen Dividenden-Futures auf den EuroStoxx 50 hin. Angetrieben wird der deutlichste Rückgang seit 2009 vor allem von sinkenden Gewinnbeteiligungen spanischer Unternehmen. Den Futures zufolge dürften die Ausschüttungen an Investoren im nächsten Jahr um 14 Prozent sinken.
So verloren Futures auf die für dieses Jahr erwartete Ausschüttung von Telefonica in den ersten fünf Monaten 15 Prozent auf 85 Cent. Am 29. Mai hatten sie ihr Rekordtief mit 71 Cent erreicht, zeigen von Bloomberg zusammengestellte Daten. Kontrakte auf die 2013 erwartete Dividendenzahlung der BBVA fielen bis Ende Mai auf 20 Cent, 37 Prozent unter dem Februarhoch. Futures auf die für dieses Jahr erwartete Zahlung der Banco Santander lagen bei 28 Cent auf einem Vier-Monats-Tief, obwohl Spaniens größte Bank eine rund doppelt so hohe Gewinnausschüttung versprochen hatte.
Tiefere Dividenden im 2013
Die schrumpfende Wirtschaft und die Forderung der Bankenaufsicht nach höheren Rücklagen befeuern Spekulationen, die Vorstände seien zu sinkenden Ausschüttungen gezwungen.
Innerhalb des EuroStoxx 50 waren im vergangenen Jahr Telefonica und Santander die größten Dividendenzahler. Wie die Futures zeigen, sehen Marktteilnehmer die Dividenden im nächsten Jahr im Durchschnitt um 14 Prozent sinken, dem stärksten Rückgang seit dem Jahr nach dem Ausbruch der US-Subprimekrise.
"Spanien liegt im Auge des Sturms und der Markt sagt deutlich, dass er die hohen Dividendenrenditen nicht für zukunftsfähig hält", sagte Tristan Hanson, Leiter Asset Allocation bei Ashburton auf der Kanalinsel Jersey. "Die grundsätzlich schwachen Wachstumsaussichten könnten die Ertragslage belasten", warnte er.
(Bloomberg)
