Der Goldpreis zeigt auch nach der jüngsten Rally über 1900 Dollar je Unze nach Meinung von Investor Marc Faber keinerlei Anzeichen einer "Blasenbildung". Denn die Zentralbanken erhöhten weiterhin die Geldmenge, was dazu beigetragen habe, dass der Goldpreis ein Rekordhoch erreichte, erläuterte er.

"Ich glaube nicht, dass Gold in einer Blase steckt", sagte Faber, Herausgeber des Gloom, Boom and Doom Report, in einem Telefoninterview mit Bloomberg News am Montag aus Chiang Mai, Thailand. "Wer Gold kauft, versichert sich gegen systembedingtes Versagen und Probleme an den Finanzmärkten."

Am Dienstag stieg der Goldpreis zwischenzeitlich auf einen Rekordwert von 1921 Dollar pro Unze Feingold, ehe er auf unter 1900 Dollar abschwächte.

Neue Rezession könnte Goldrally fortsetzen

Grund für den wiedererstarkten Goldpreis sind einerseits die Angst vor einer Rezession in den USA und die drohende amerikanische Prozesslawine gegen Schweizer Banken, andererseits die anhaltende Euro-Schuldenkrise. Zudem animieren tiefe Zinsen Anleger zum Goldkauf.

Diese Kernfaktoren lassen den Schluss zu, dass der Goldpreis weiter steigen wird. Die Möglichkeit eines Anstiegs auf einen Wert über 2000 Dollar besteht allerdings vorerst noch nicht. "Wir rechnen damit, dass der Goldpreis Mitte 2012 die 2000-Dollar-Marke überschreiten wird", sagt Rohstoffspezialistin Eliane Tanner von der Bank Sarasin.

Allerdings geht die Bank von einer 50-Prozent-Wahrscheinlichkeit aus, dass eine neue Rezession bevorsteht. Eine solche würde schiffbrüchige Anleger zurück in sichere Häfen und damit zum Gold leiten.

Eine Fortsetzung der Goldrally erwartet auch die UBP. "Gold ist noch nicht zu hoch bewertet. Lediglich die Währungen, die wir für den Goldkauf nutzen, verlieren an Wert", sagt die Bank.

(m4m/Bloomberg)