Am Freitag erreichte der Franken zum Dollar einen Kurs von 1,0362. So fest handelte die Schweizer Währung seit dem 20. Januar 2010 nicht mehr, als ein Intraday-Stand von 1.0317 erreicht wurde. Allein im Juli gewann der Franken gegen die US-Währung fast 4 Prozent.

Hauptgrund für den Anstieg sind erfreuliche Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und Grossbritannien, was auch den Dollar zum Euro belastete. Der Cross Euro/Dollar wurde zum ersten Mal seit Mai wieder über 1.31 gehandelt.

«Die amerikanische Wirtschaft bereitet den Marktteilnehmern weiterhin Sorgenfalten, die Furcht vor einem Abgleiten in eine weitere Rezession ist noch nicht vom Tisch», sagt Andreas Küffer, Devisenhändler bei der Zürcher Kantonalbank.

Rasante Talfahrt des Dollar

Der Dollar machte gegen den Franken in den letzten zwei Monaten eine rasante Talfahrt durch. Noch am 1. Juni wurde Kurse von über 1,17 Franken pro Dollar gesehen. Nun geht der Franken zum «Greenback» in Richtung Parität, die letztemals anfang Dezember 2009 erreicht wurde. Damals war der Franken aber nur wenige Tage mehr Wert als die US-Währung.

Sollten die die US-BIP-Daten für das 2. Quartal von Freitag nachmittag negativ überraschen, wären einem weiteren Dollar-Rückgang Tür und Tor geöffnet und die Franken-Dollar-Parität wäre im August noch wahrscheinlich, sagen einige Händler.

Der Franken wertete sich am Donnerstag und Freitag auch gegen den Euro auf und erreichte ein Level von 1,3514. Am Donnerstag machten Gerüchte über eine Leitzinserhöhung der Schweizerischen Nationalbank im September 2010 die Runde, was den Franken Auftrieb gab.