Ein Zusammenschluss könnte bereits am Dienstag bekanntgegeben werden, sagten am Sonntag mit dem Vorhaben vertraute Personen.
Führende Vertreter beider Konzerne hätten am Wochenende nur noch Details ausgearbeitet. Eine grundlegende Einigung auf die Managementstruktur des neuen Konzerns sei bereits erzielt worden, hiess es weiter. Xstrata solle die Mehrheit der Sitze im Führungsgremium erhalten.
Laut einem Bericht der britischen "Financial Times" vom Montag dürfte Glencore für den Deal eine höhere Prämie bezahlen als bisher erwartet. Das Unternehmen wolle damit Befürchtungen von Xstrata-Investoren entgegentreten, wonach es sich um einen "behaglichen" Deal (cosy) zwischen den beiden Konzernchefs handle.
Die Bedingungen der Transaktion im Wert von 88-Mrd-USD sind gemäss dem FT-Bericht so, dass Xstrata-Aktionäre 2,8 Glencore-Aktien für jede eigene Aktie erhalten sollen. Dieses Verhältnis würde den Xstata-Aktien einen höheren relativen Wert geben als die meisten Analysten und Investoren erwartet hätten, so das Blatt. Es entspräche einer Prämie von 8% im Vergleich zum Schlusskurs am vergangenen Mittwoch (zu jenem Zeitpunkt war das Verhältnis 2,59).
Glencore hält bereits einen kontrollierenden Anteil an Xstrata von 34%. Der weltweit viertgrösste Bergbaukonzern Xstrata will am Dienstag seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorstellen. Es wird angenommen, dass der Deal gleichzeitig mit den Zahlen kommuniziert wird.
Spekulationen über eine Fusion der beiden in der Schweiz ansässigen Konzerne gibt es schon länger, vor allem nach dem Börsengang von Glencore im vergangenen Mai, der das bisher grösste Debüt an der Londoner Börse war.
Wenn Glencore alle restlichen Xstrata-Aktien zum aktuellen Marktpreis kaufen würde, müsste der Konzern mehr als 30 Mrd CHF hinlegen - es wäre damit die grösste Transaktion in der Branche, seit Rio Tinto den Aluminiumproduzenten Alcan im Jahr 2007 kaufte.
(Reuters/AWP)
