Seit Juni pendelte der Goldpreis in einer engen Spanne um 1600 Dollar. Doch nun scheint das Edelmetall diese bewegungsarme Phase abgeschlossen zu haben. Am Dienstag setzte Gold die Aufwärtsbewegung der letzten Tage fort und markierte bei 1641 Dollar den höchsten Stand seit Anfang Mai. 

Dieser jüngste Anstieg ist vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach dem gelben Edelmetall zurückzuführen. So verziechnete der grösste Gold-ETF der Welt, der PDR Gold Trust, jüngst den höchsten Tageszufluss seit letztem November. Zudem haben mit George Soros und John Paulson zwei der bekanntesten Hedge-Fonds-Manager ihre Goldbestände deutlich ausgebaut. 

Auch Zentralbanken kaufen weiter Gold. So hat Russland im Juli die Goldbestände um über 18 Tonnen ausgebaut. Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg glaubt, dass andere Zentralbanken diesem Beispiel folgen werden. 

Dazu kommt, dass auch saisonale Aspekte für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung spricht. In den letzten 30 Jahren sackte der Goldpreis jeweils im Sommer auf ein Jahrestief ab, um anschliessend bis zum Jahresende kräftig anzusteigen. Für diese Entwicklung gibt es fundamentale Gründe: Zahlreiche festliche Aktivitäten im zweiten Halbjahr wie das Weihnachtsfest, das chinesische Neujahrsfest und die indische Hochzeitssaison treiben die Schmuckgoldnachfrage nach oben.