Trotz des unerwartet hohen Quartalsgewinns notiert die UBS-Aktie am Dienstag unter dem Vortagesniveau. Cash-Guru Alfred Herbert erstaunt das nicht. Der Gewinn im vierten Quartal 2009 sei vor allem auch dank Einsparungen und dank einer Steuergutschrift zustande gekommen. «Die UBS hat nicht so gut gearbeitet, wie sie wollte», sagt er im Interview mit cash.

Der Geldabfluss von mehr als 56 Milliarden Franken im vierten Quartal bezeichnet er als katastrophal. «Das war eine zweite Welle, ein halber Tsunami.» Zwar will der cash-Guru die UBS nicht mehr mit einem Seuchentrog vergleichen, wie er es im vergangenen Jahr machte. Doch ein gesundes Unternehmen sieht er in der Grossbank noch lange nicht. «Die UBS liegt immer noch auf dem Krankenbett.»

Verheerende Folgen könnte auch die deutsche Steueraffäre für Schweizer Grossbanken haben: «Im schlimmsten Fall sind bis zu 20 Prozent der verwalteten Vermögen betroffen», sagt Herbert. Für die UBS-Aktie sieht er nach oben beschränktes Kurspotenzial, nach unten sei dagegen «alles möglich» (mehr im Video).