"Oh, ich wäre wirklich überrascht, wenn die Zahlen schwarz wären", sagte der ägyptische Milliardär gegenüber der "Handelszeitung". Mitte September hatte Sawiris im Interview mit AWP noch keine roten Zahlen erwartet.
Zudem ist das Unternehmen auf der Suche nach neuem Geld. "Was wir brauchen, ist Cash", so Sawiris. Den wolle er sich am Markt holen oder selbst mithelfen. "Ich stelle sicher, dass die Aktivitäten von Orascom 2012 und 2013 vollumfänglich finanziert sind", betont Sawiris. Eine Kapitalerhöhung schloss der Mehrheitsaktionär, dem mittlerweile 61 Prozent an Orascom gehören, aus.
Starker Franken bremst Nachfrage in Andermatt
Neben der schwierigen Situation in Ägypten läuft auch in Andermatt das Geschäft nicht rund. Die angepeilten Verkäufe in Höhe von 120 Mio CHF werden wohl nicht erreicht. Auch hier hatte sich Sawiris im September noch deutlich zuversichtlicher geäussert. Der starke Franken bremse bei ausländischen Investoren die Nachfrage. Bei den Schweizern verunsichere die Verzögerung bei der Verbindung der Skigebiete von Andermatt und Sedrun.
Orascom prüfe derzeit die Einrichtung eines Immobilienfonds, in den die restlichen Appartements im Hotel The Chedi eingebracht werden könnten. "Dafür wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, da wir 50 der rund 120 Einheiten verkauft haben", so Sawiris. Daher könne man mit Sicherheit annehmen, dass der Rest absetzbar sei. Damit würde das Unternehmen sofort Cash bekommen.
Dass der schwedische Investor Skistar aus dem Projekt aussteigen will, dementierte Sawiris. "Skistar ist voll dabei". Man sei auf gutem Weg. Auch die Kantone Uri und Graubünden sowie die beiden Bergbahnen seien sich mittlerweile über die Verbindung der Skigebiete einig.
(AWP)

