Der Leitindex der Eurozone schloss zur Wochenmitte 1,92 Prozent höher bei 2789,05 Punkten. Damit erholte sich das Börsenbarometer zumindest ein Stück weit, nachdem es zuvor alleine seit Ende Januar mehr als 10 Prozent eingebüsst hatte.

Für den Cac 40 in Paris ging es am Mittwoch um 1,59 Prozent auf 4061,20 Punkte nach oben und der Londoner FTSE 100 gewann 0,71 Prozent auf 5672,30 Punkte.

Nach den jüngsten Kursverlusten hätten einige Anleger vermutlich günstige Kaufgelegenheiten gesehen und zugegriffen, kommentierte ein Fondsmanager die Erholung. Angesichts des zuletzt in Mitleidenschaft gezogenen Vertrauens der Investoren müsse das aber keine nachhaltige, positive Trendwende bedeuten. Vieles hänge nun von der Entwicklung globaler Konjunkturdaten ab.

Am Nachmittag hatten sich die Blicke dann noch auf eine Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses gerichtet. Eine Zinserhöhung im März dürfte angesichts der Äusserungen der Fed-Chefin vom Tisch sein, schrieb der US-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Joseph LaVorgna, in einem Kommentar. Yellen hatte die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten als mögliche Belastung für die US-Wirtschaft bezeichnet.

Der Index der Öl- und Gaswerte war mit einem Minus von 0,19 Prozent der einzige Verlierer im Branchentableau.

Bankenwerte führten die Erholung des europäischen Aktienmarktes an. Ihr Branchenindex rückte um fast 5 Prozent vor. Die Aktien der italienischen Kreditinstitute Unicredit und Intesa SanPaolo gewannen 12 beziehungsweise mehr als 14 Prozent.

Die Aktien der Deutschen Bank folgten mit einem Plus von mehr als 10 Prozent auf Platz drei im EuroStoxx. Ein möglicherweise geplanter Anleihenrückkauf machte den leidgeprüften Aktionären wieder Hoffnung, denn der Schritt könnte helfen, die Bilanz des deutschen Branchenprimus etwas zu entlasten.

Carlsberg-Aktien stiegen um rund 4 Prozent. Der Bierbrauer baut nach einem Jahresverlust auf eine wachsende Nachfrage in Asien. Die Papiere des Konkurrenten Heineken kickten hingegen trotz eines Gewinnsprungs 2015 um rund 3 Prozent ein.

Der Aktienkurs von ARM fiel um mehr als 4 Prozent. Der britische Chipdesigner rechnet im laufenden Jahr mit mehr Gegenwind. Wachsende wirtschaftliche Unsicherheit könne die Konsumausgaben von Verbrauchern und Unternehmen beeinflussen und damit auch die Chipmärkte belasten, warnte das Unternehmen./mis/he

(AWP)