Der EuroStoxx 50 endete mit einem satten Plus von 2,20 Prozent bei 3045,09 Punkten. Auf Wochensicht ergab sich somit ein Gewinn von 0,7 Prozent. Für den Monat Januar ist die Bilanz allerdings äusserst trübe: Wie bereits im Dezember, sackte der Leitindex für den Euroraum um 6,8 Prozent ab.

In Paris gewann der CAC 40 am Freitag 2,19 Prozent auf 4417,02 Zähler. Der Londoner FTSE 100 stieg um 2,56 Prozent auf 6083,79 Punkte.

Japans Zentralbank führt Negativzinsen ein, um die Preisentwicklung und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Der Negativzins soll die Banken des Landes dazu bringen, der Wirtschaft mehr Kredite zur Verfügung stellen, anstatt Geld bei der Zentralbank zu parken. Ähnlich wie in der Eurozone ist das Preisniveau in Japan sehr niedrig. Wenn Unternehmen und Verbraucher noch tiefere Preise erwarten, besteht die Gefahr, die Wirtschaft abzuwürgen. Zugleich treibt das billige Geld aber die Börsen an, fehlt es doch angesichts niedriger Anleiherenditen an anderen attraktiven Anlagemöglichkeiten.

Der Index der europäischen Telekomwerte war mit einem Plus von 3,23 Prozent Spitzenreiter im Branchentableau. Telefonica-Aktien verteuerten sich um 3,56 Prozent. Der spanische Konzern legt für ein Vorruhestandsprogramm 2,9 Milliarden Euro zurück. Der Schritt soll ab dem zweiten Jahr im Schnitt etwa 370 Millionen Euro jährlich einsparen. Vodafone-Papiere rückten ebenso wie BT-Group-Titel um rund 4 Prozent vor.

Ebenfalls in der Anlegergunst ganz vorne stand der zuletzt arg gebeutelte Index der Bankenwerte . Er stieg um 2,77 Prozent. Für Rückenwind sorgte unter anderem die Erholung der Aktienkurse der italienischen Bank Intesa SanPaolo um mehr als 4 Prozent.

Ganz oben im EuroStoxx-5o-Index waren Airbus-Aktien zu finden. Sie verteuerten sich um mehr als 5 Prozent. Der Flugzeugbauer hat in Japan wie erwartet einen neuen Kunden für seinen Riesenflieger A380 gewonnen. Die grösste japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) hat drei Maschinen dieses Typs geordert./edh/das

(AWP)