Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial am Freitag rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 1,21 Prozent höher auf 16 713 Punkte. Die erste Handelswoche des Jahre dürfte er allerdings mit einem deutlichen Verlust abschliessen, nachdem er diese Woche wegen der Angst vor einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft um insgesamt 5 Prozent abgesackt war.

In China hatten laut der Nachrichtenagentur Bloomberg staatlich kontrollierte chinesische Fonds erneut Aktien gekauft, um den Markt zu stützen. Ausserdem hatte die Zentralbank den Kurs für den Yuan am Freitag höher festgelegt und damit die Sorgen vor einen Abwertungswettlauf gemildert. Zudem hatte die Börsenaufsicht den automatischen Handelsstopp bei grossen Kursverlusten wieder abgeschafft, da er nach Ansicht von Kritikern die Turbulenzen eher noch verschärft hatte.

Die US-Arbeitslosenquote stagnierte im Dezember. "Da die Stundenlöhne aber nicht gestiegen sind und auch weiterhin kein Preisdruck auszumachen ist, dürfte sich die Erwartung eines graduellen Zinserhöhungspfades im Markt halten", schrieb Viola Julien, Volkswirtin bei der Landesbank Helaba.

Angesichts der weniger angespannten Lage erholten sich die Rohstoffpreise von ihren massiven Verlusten der vergangenen Tage. Vor Börsenstart stiegen die Aktien der Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron zwischen 1 und anderthalb Prozent.

Die Papiere von Alcoa stiegen vorbörslich um 3 Prozent. Der Aluminiumriese gab bekannt, wegen der schwachen Marktverfassung seine Kapazitäten in den USA zu kappen und eine Aluminiumschmelze in Indiana zu schliessen. Alcoa eröffnet am Montag die US-Berichtssaison.

Die Aktien des US-Unterhaltungskonzern Time Warner kletterten vorbörslich um knapp 3 Prozent. Die "New York Post" hatte zuvor darüber berichtet, dass aktivistische Aktionäre Druck auf Time Warner ausüben wollten, um entweder eine Abspaltung oder den Verkauf des erfolgreichen Bezahlsenders HBO zu erreichen. Am Donnerstag war nach Börsenschluss allerdings auch die Vertragsverlängerung mit Konzernchef Jeff Bewkes um weitere drei Jahre bekannt gegeben worden.

Die Anteilsscheine des Deutsche-Post-Konkurrenten FedEx verteuerten sich vorbörslich um knapp anderthalb Prozent. Nach einer besonders gründlichen Wettbewerbsuntersuchung hat die EU-Kommission die Übernahme von TNT Express gebilligt./mzs/das

(AWP)