Der Dow Jones Industrial gewann zuletzt 1,43 Prozent auf 15 884,57 Punkte. Auf Wochensicht bedeutete das für den US-Leitindex aber immer noch ein Minus von 2 Prozent. Neben Konjunktursorgen hatten der fortgesetzte Rutsch der Ölpreise sowie Turbulenzen im Bankensektor belastet.

Der marktbreite S&P 500 rückte am Freitag um 1,32 Prozent auf 1853,25 Zähler vor und für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,75 Prozent auf 3991,74 Punkte nach oben.

Die Ölpreiserholung liefere dem Aktienmarkt am Ende einer trüben Woche den benötigten Rückenwind, sagte Analyst Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda. Viel mehr als eine Gegenbewegung nach dem jüngsten Kursrutsch dürfte es zunächst allerdings nicht sein. Die Ölpreise hätten von Presseberichten profitiert, dass sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) mit wichtigen Förderländern ausserhalb des Kartells auf eine Begrenzung der Fördermenge einigen könnte. Ähnliche Berichte habe es zuletzt aber mehrfach gegeben, ohne dass etwas passiert sei.

Von der Konjunkturseite kamen vor dem Wochenende gemischte Signale. So waren in den USA die Umsätze des Einzelhandels im Januar etwas stärker gestiegen als erwartet, während sich das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen im Februar überraschend eingetrübt hatte.

Die Aktien der Ölkonzerne profitierten von der Erholung des "schwarzen Goldes". ExxonMobil gewannen mehr als 1 Prozent und Chevron Corp. stiegen um gut 2 Prozent.

Noch gefragter waren die Anteilsscheine von Banken. Die Papiere von JPMorgan schnellten an der Spitze des Dow Jones um mehr als 7 Prozent nach oben. Zuvor war bekannt geworden, dass der Chef der US-Bank, Jamie Dimon, Aktien im Wert von 26,6 Millionen US-Dollar gekauft hatte. Am Markt wurde das als Vertrauensbeweis gesehen.

Die Papiere des Wettbewerbers Goldman Sachs gewannen 3 Prozent, Citigroup und Bank of America stiegen jeweils um fast 6 Prozent.

Der Versicherer American International Group (AIG) überzeugte mit einer Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms sowie einer Erhöhung der Dividende. Die Papiere gewannen fast 5 Prozent.

Die Rabattcoupon-Internetseite Groupon hatte zum Jahresende bessere Geschäfte gemacht als erwartet und erfreute die Anleger mit einem guten Ausblick. Der Aktienkurs schoss um ein fast 30 Prozent nach oben./mis/he/he

(AWP)