Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel am Montag um 2,21 Prozent auf 15 847,62 Punkte. Bereits am Freitag hatte der US-Leitindex unter dem Arbeitsmarktbericht der Regierung gelitten und war um rund 1,3 Prozent gesunken.

Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Montag 2,28 Prozent auf 1837,21 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex NASDAQ 100 ging es um 2,83 Prozent auf 3910,50 Punkte nach unten. Der Nasdaq Composite büsste 2,89 Prozent auf 4236,98 Punkte ein. Zuvor war er auf 4229 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014 abgesackt.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von Twitter im frühen Handelsverlauf auf ihren bisher tiefsten Stand bei 14,87 Dollar. Sie erholten sich aber in der Folgezeit und notierten zuletzt 2,35 Prozent im Minus bei 15,35 Dollar. Twitter-Chef Jack Dorsey gelingt es nach wie vor nicht, den Anlegern den Glauben an den Kurznachrichtendienst zurückzugeben. Die Anleger sind ohnehin schon seit Monaten skeptisch, was die Zukunftsaussichten von Twitter angeht. Die Aktie hatte im vergangenen April noch mehr als 50 Dollar gekostet, bevor die Talfahrt wegen enttäuschender Nutzerzahlen einsetzte.

Facebook-Titel gaben um 4,87 Prozent nach. Indische Behörden haben einem Projekt des Sozialen Netzwerks für den kostenlosen Zugang zu einigen Online-Diensten einen Riegel vorgeschoben. Auch andere popiläre Technologiewerte mussten kräftig Federn lassen: Ebay-Papiere sanken um 5,49 Prozent, Amazon-Titel um 4,94 Prozent und Yahoo-Aktien um 4,49 Prozent.

US-Bankentitel fielen in Reaktion auf sehr schwache europäische Bankenwerte. Der Geldsektor in Europa litt unter zunehmenden Ängsten vor schwachen Geschäftszahlen, Kreditausfällen und Bankenpleiten. So verloren Bank of America 5,44 Prozent, Morgan Stanley 6,65 Prozent, Goldman Sachs 6,42 Prozent und Citigroup 5,04 Prozent.

Gerüchte um eine Pleite des Schiefergas-Förderers Chesapeake Energy liess dessen Aktien zeitweise um mehr als 50 Prozent einbrechen. Zuletzt notierten die Papiere noch 34,42 Prozent tiefer, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, keine Insolvenz anzustreben. Experten fürchten, dass viele Fracking-Unternehmen wie Chesapeake ihre relativ teure Produktionsart wegen das rasanten Ölpreis-Rückgangs nicht mehr finanzieren können und deshalb in ernsthafte Schwierigkeiten geraten.

Zu den wenigen Kursgewinnern zählten Hasbro mit einem Plus von 1,31 Prozent. Der neue "Star Wars"-Film hatte dem Spielzeug-Hersteller zum Jahresende die Kassen gefüllt. Im Weihnachtsquartal war der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar (1,32 Mrd Euro) nach oben geklettert./edh/he

(AWP)