Steve Wozniak, Mitgründer des amerikanischen Computerkonzerns Apple, hat sein Herz ganz der Technik verschrieben. Mit Anlagestrategien kann er hingegen wenig anfangen. "In Geldfragen will ich mir keine Sorgen machen müssen", sagt er im cash-Video-Interview. Deshalb seien seine Anlagestrategien auch 'sehr simpel', so Wozniak.
Er verfüge über ein paar Aktien diverser Unternehmen, unter anderem von Fusion-io. Das im US-Staat Utah beheimatete Unternehmen baut Speicher zur Applikationsbeschleunigung. Wozniak ist dort seit 2009 als Chef-Wissenschaftler tätig.
Wozniak hält auch Apple-Aktien im Depot. Auf die Frage, ob er noch dazukaufen wolle, gab er keine konkrete Antwort. Nur so viel: "Meine Frau und ich kaufen und verkaufen Aktien diverser Unternehmen". Allerdings dürfte die Rendite auf den Apple-Aktien gewaltig sein, denn der Kurs ist regelrecht in die Höhe geschossen. Allein seit Jahresbeginn liegt die Performance bei knapp 50 Prozent. Derzeit liegt der Preis pro Aktie bei knapp 600 Dollar. Und laut Wozniak könnte der Kurs noch höhere Gipfel erklimmen.
Apple-Aktie mit Potenzial bis 1000 Dollar
"Es gibt Leute, die sehen den Apple-Kurs gegen 1000 Dollar steigen", sagt Wozniak. Er könne dieser Kursentwicklung zustimmen, verfüge aber über einen zu dünnen finanziellen 'Background', um die Entwicklungen von Aktien einzuschätzen. Wozniak ist zwar noch bei Apple angestellt, aber nur ehrenhalber. Im Grund tue er nichts, beziehe aber dennoch einen 'kleinen Gehaltsscheck', so der Computeringenieur.
Was für Apple spreche, sei die Infrastruktur, in der jedes neue Produkt mit den anderen Teilen der Firma interagiere, so Wozniak. Alles passe zusammen und "Apple hat noch viel Raum in andere Produktbereiche vorzudringen", sagt Wozniak, der 1976 den ersten Mac – den Apple I – entwickelt hatte.
Freund im Hosentaschenformat
Sein Faible für Technik zeigt sich auch in Wozniaks persönlichem Wunsch - und der ist ziemlich aussergewöhnlich: "Ich möchte eines Tages einen Freund, den man in der Hosentasche verstauen kann", schwärmt Wozniak und hält dabei sein Iphone 4S in die Kamera. Sein Freund solle das Innerste seines Herzens und seiner Seele kennen. "Ich will nicht mehr mit Menschen sprechen", schmunzelt der Computeringenieur.
Wozniaks Uhren sind ebenfalls Ausdruck seiner "Technophilie". Im cash-Video-Interview stellt er diese vor und sagt, weshalb er von Schweizer Uhren so begeistert ist.
Das Interview mit Steve Wozniak wurde anlässlich der Investment-Konferenz 2012 der Bank Julius Bär am 26. März in Zürich geführt.


