Mittlerweile sind Vertreter der Gläubiger nach Athen gereist, um von Montag an mit der griechischen Regierung deren aktuelle Reformvorschläge zu diskutieren. Eine Woche lang sollen die Gespräche zwischen den Repräsentanten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit griechischen Regierungsvertretern dauern, heisst es.

Spekuliert wird in Athen darüber, welche weiteren Auflagen die Gläubiger Griechenland machen könnten. Es sei möglich, dass der IWF Rentenkürzungen in Höhe von 15 Prozent für alle Renten fordert, schreibt "Kathimerini". Dass Finanzminister Tsakalotos von einer Einigung bis Ende April ausgeht, wertet die Zeitung als langen Zeitraum und deshalb als Zeichen dafür, dass die Regierung von einem schwierigen Prozess mit vielen heiklen Themen ausgeht.

Die griechische Regierung muss viele weitere Reformen durchsetzen. Geplant sind unter anderem Steuererhöhungen und Rentenkürzungen von bis zu 15 Prozent für all jene, die künftig in Rente gehen. Bereits jetzt laufen die Menschen im Land mit Streiks und Demonstrationen gegen die Reformen Sturm. Doch erst wenn die Massnahmen beschlossen sind, kann das pleitebedrohte Land mit weiteren Finanzhilfen rechnen./axa/DP/men

(AWP)