Die Umsätze waren überdurchschnittlich, sagten Händler. Der SMI sackte um 3,1 Prozent auf 7966 Punkte ab. Insgesamt summiert sich das Minus beim Leitindex seit Jahresanfang auf rund neun Prozent.

Der anhaltende Rückgang der Ölpreise schüre die Sorgen um die Weltwirtschaft, sagte ein Händler. "Die Leute sind extrem nervös." Der als Angstbarometer geltende Volatilitätsindex schoss fast zwölf Prozent hoch. Eine nachhaltige Erholung sei nicht in Sicht. "Das Motto lautet: Verkaufe, wenn die Kurse steigen", sagte ein Händler. "Der Markt ist noch lange nicht sauber."

Zurich-Aktien stürzen ab

Nach der zweiten Gewinnwarnung in vier Monaten stürzten die Zurich-Aktien bei hohen Umsätzen knapp elf Prozent ab. Der Versicherer macht vor dem Antritt eines neuen Chefs reinen Tisch. Der Konzern stellte für das Schlussquartal 2015 Belastungen von insgesamt fast einer Milliarde Dollar in Aussicht. Sorgenkind bleibt das Kerngeschäft Schadenversicherung, in dem Zurich einen Betriebsverlust von rund 100 Millionen Dollar erwartet. Neben Altlasten kommen die mit einem Prämienanteil von fast 70 Prozent größte Sparte die schweren Überschwemmungen in Großbritannien und Irland teuer zu stehen. "Einmal mehr eine Gewinnwarnung", sagte ein Händler. "Es wird Zeit, dass das schlingernde Schiff endlich wieder einen starken Kapitän erhält."

Auch die Anteile anderer Versicherungen verloren. Swiss Life sanken um 4,6 Prozent. Massive Kursabschläge gab es auch bei den die Banken: Julius Bär büssten 4,5 Prozent ein, Credit Suisse verloren 5 und UBS gaben 3,9 Prozent nach. Europaweit kamen Bank- und Versicherungswerte unter die Räder.

Alle Standardwerte gaben nach. Vergleichsweise gut hielten sich SGS mit 0,1 Prozent Minus. Der Jahresabschluss des Prüfkonzerns lag im Rahmen der Erwartungen. "Es gab wohl einige Marktteilnehmer, die auf eine Enttäuschung gewettet hatten und die nun ihre Positionen glattstellen müssen", erklärte ein Händler. Positiv wurde aufgenommen, dass SGS mit dem Kauf eigener Aktien fortfahren will.

Transocean schmiert ab

Der Ölpreisverfall drückte die Anteile des Bohrinsel-Betreibers Transocean 7,5 Prozent ins Minus.

Die Anteile von zyklischen Firmen wie dem Elektrotechnikkonzern ABB, der Sanitärtechnik-Firma Geberit und des Chemikalien-Herstellers Clariant büssten zwischen 2,5 und 3,2 Prozent ein. Der Zementkonzern LafargeHolcim verlor 4,5 Prozent an Wert. Die Aktien der Luxusgüter-Hersteller Richemont und Swatch sackten 2,6 und 3,2 Prozent ab.

Die Aktien von Adecco verloren 3,5 Prozent. Einen Medienbericht, wonach der Personalvermittler den englischen Konkurrenten Hays übernehmen könnte, wollte Adecco nicht kommentieren. Adecco peile keine Grossübernahmen an, sagte ein Adecco-Sprecher auf Anfrage.

Am breiten Markt stiegen die Aktien von Galenica am Tag vor der Bekanntgabe von Umsatzzahlen 1,1 Prozent.

Ein Medienbericht, EFG International habe im Rennen um die Privatbank BSI das höchste Angebot abgegeben, schickte die Titel des Vermögensverwalters auf Talfahrt.

(Reuters)