Es verbreitete am Samstag Fotos, die zwei Verletzte mit Wunden am Hals zeigen. Bei den Opfern handelt es sich dem Innenministerium zufolge um zwei Österreicher und einen Schweden.

Zwei junge Männer hatten am Freitagabend das Hotel "Bella Vista" in dem beliebten Badeort angegriffen. Sie drangen in ein an einer Strasse gelegenes Restaurant ein und gingen während des Abendessens mit Messern auf die Touristen zu.

Augenzeugen berichteten, sie hätten versucht, die Touristen zu töten. Sicherheitskräfte erschossen einen der beiden Angreifer, den anderen verletzten sie schwer. Eine Videoaufnahme im Internet zeigte einen Mann mit Verletzungen am Bein. Dem Hotel zufolge war der Angriff nach vier Minuten unterbunden.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Unklar war, ob die Täter auf eigene Faust handelten oder mit einer Terrorgruppe verbunden waren. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Verantwortung für zahlreiche Attentate in Ägypten übernommen.

Sie will auch im Oktober ein russisches Passagierflugzeug über dem Sinai mit einer Bombe zum Absturz gebracht haben. 224 Menschen starben damals. Der IS hat vor allem im Norden des Sinais seine Hochburg.

Das Auswärtige Amt Deutschlands mahnte auf seiner Internetseite nach dem Anschlag in Hurghada zur Vorsicht: "Reisenden wird geraten, sich in Hurghada selbst umsichtig zu verhalten, auf Ausflüge vorläufig zu verzichten und sich über diese Reise- und Sicherheitshinweise sowie die Medien informiert zu halten."

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) änderte die Reisehinweise bislang nicht. Allerdings warnt das EDA schon seit längerem vor einem allgemeinen Risiko von Terroranschlägen, das auch in den Badeorten bestehe, und mahnt zur Vorsicht.

Der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse bietet allen Kunden, die eine Reise nach Hurghada gebucht haben, an, kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Dies gilt für alle Reisen mit Abreise bis 31. Januar, wie Hotelplan-Suisse-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Nicht gültig ist das Angebot für Reisen nach anderen ägyptischen Destinationen.

(SDA)