Klammert man den negativen Währungseffekt aus, so erreichte der vergleichbare Umsatz in Lokalwährungen knapp das Vorjahresniveau. Ein markanter Umsatzsprung ergab sich vor allem in den USA dank der Übernahme von Aero-Space.

Der Umsatz stieg um 6,2% auf 656,3 Mio CHF, entsprechend einem Plus in Lokalwährungen (LW) von 10%. Wesentlichen Anteil an diesem Wachstum hätten die Akquisitionen von 2014 und 2015 gehabt, teilte der Schraubenhandels- und Logistikkonzern am Dienstag mit. Durch diese Übernahmen sei die Marktposition in den USA, Skandinavien, Italien und in Frankreich entscheidend gefestigt worden.

Franken interlässt Spuren

Die Aufwertung des Franken habe im Geschäftsjahr aber Spuren hinterlassen. Unter Ausklammerung der angesprochenen Akquisitionen ergab sich ein Umsatz von 592,1 Mio CHF, entsprechend einem Rückgang um 4,2%. In Lokalwährungen belief sich das Minus allerdings lediglich auf 0,7%.

Damit hat Bossard die Prognosen der Analysten knapp erreicht. Die ZKB prognostizierte einen Umsatz von 660 Mio CHF, bei Baader Helvea waren es 657,5 Mio CHF.

In Europa, wo rund 58% des Umsatzes erzielt wurden, verzeichnete Bossard ein Minus von 2,9% (LW +4,6%) auf 383,4 Mio CHF. In dieser Region habe es Licht und Schatten gegeben, heisst es. In den Zahlen spiegle sich die nach wie vor schwierige Nachfragesituation in einigen Märkten Europas und besonders in der Schweiz. Die Marktposition vieler Schweizer Unternehmen sei durch die Frankenaufwertung erodiert, was sich auch in tieferen Umsätzen bei Bossard niederschlage. Dank der Akquisitionen habe man aber in verschiedenen Ländern Marktanteile gewonnen.

Umsatzssprung in Amerika

Die Verkäufe in der Region Amerika verzeichneten dagegen vor allem dank der Übernahme der Aero-Space Southwest Inc. ein markantes Plus von 36% (LW +30%) auf 166,2 Mio. Damit sei man hier in eine neue Dimension hineingewachsen und die Präsenz sei an wichtigen Industriestandorten wie Kalifornien, Arizona oder Mexiko gefestigt worden. Im angestammten Amerika-Geschäft habe sich die Zusammenarbeit mit dem bedeutendsten US-Elektrofahrzeughersteller intensiviert, während der zweite Grosskunde aus dem Landwirtschaftsbereich nach wie vor eine schwächere Nachfrage verspüre.

In Asien wiederum zogen die Verkäufe um 5,5% auf 106,7 Mio (LW +5,2%) an. Durch den Aufbau und die Erweiterung von Distributions- und Kompetenzzentren in China, Thailand und Südkorea sei die Marktpräsenz hier konsolidiert worden. Vor allem im vierten Quartal habe sich die Nachfrage in einigen asiatischen Märkten dynamisch entwickelt. Als erfreulich wird das Neukundengeschäft bezeichnet, wogegen sich China flach entwickelt habe.

Zum Ergebnis bzw. zum Ausblick für 2016 werden noch keine Angaben gemacht. Im November hatte CEO David Dean in einem Interview mit AWP gesagt, dass er für dieses Jahr weder den grossen Aufschwung noch die grosse Baisse erwarte.

Die vollständigen Jahreszahlen werden am 2. März 2016 veröffentlicht.

(AWP)