Die Bundesbank begründet ihre Prognoseänderung mit der Entwicklung der Ölreise, die in den vergangenen Wochen weiter stark gefallen sind. Sie unterscheidet einerseits zwischen direkten Auswirkungen auf die Verbraucherpreise, etwa wegen fallender Heizöl- und Kraftstoffpreise. Hinzu kommen indirekte Preiseffekte auf Waren und Dienstleistungen, weil bei deren Herstellung oder Bereitstellung fast immer Energie verbraucht werde.

Ausserdem könnten sich Zweitrundeneffekte ergeben, falls fallende Öl- und Verbraucherpreise zu geringeren Inflationserwartungen oder Lohnanstiegen führten. Im Vergleich zu den sonstigen indirekten Effekten führten Zweitrundeneffekte über einen längeren Zeitraum zu geringeren Inflationsraten. "Dafür gibt es gegenwärtig in Deutschland keine Anhaltspunkte."/bgf/jkr

(AWP)