Anders als die Beschäftigten des Post-Konzerns werden die Mitarbeiter der Paketgesellschaften nach den jeweils gültigen regionalen und zum Teil deutlich niedrigeren Tarifen des Speditions- und Logistikgewerbes bezahlt. Die neuen DHL-Zustellfirmen sind den 49 Niederlassungen der Post zugeordnet.

Für die Gewerkschaft Verdi war die schlechtere Bezahlung im vergangenen Jahr der Hauptgrund für wochenlange Streiks. Am Ende scheiterte Verdi aber mit dem Versuch, die Ausgliederung der Paketzustellung zu verhindern. Für die verbleibenden gut 7500 Paketzusteller der Post rang sie dem Unternehmen aber Jobgarantien ab. Sie werden damit weiterhin im Mutterkonzern arbeiten und nicht in die Paketgesellschaften abgeschoben.

Die Deutsche Post begründete den Umbau in der Paketzustellung vor allem mit der wachsenden Konkurrenz durch Wettbewerber, die mit vergleichsweise niedrigeren Löhnen den Branchenprimus unter Druck setzen. Darüber hinaus machen der andauernde Onlineboom und das hiermit wachsende Paketvolumen einen Kapazitätsausbau unausweichlich. Bis 2025 könnten nach Einschätzung der Post 20 000 neue Jobs in dem Bereich entstehen./ls/DP/zb

(AWP)