Zum Franken verharrt der Euro dagegen bei einem Stand von 1,0947 CHF. Als "bemerkenswert stabil" bezeichnen die Experten von JPMorgan das Währungspaar - und das trotz der aktuell erhöhten Volatilität am Markt. Damit habe sich der Franken vergleichsweise immun gegen die derzeitige Flucht in sichere Häfen wie etwa den Yen gezeigt, schreiben die Experten in einer aktuellen Studie. Die aktuellen Daten zu den Sichtguthaben verdeutlichten, dass die SNB zuletzt hart im Hintergrund gearbeitet habe. Der Dollar steht am Mittag bei 1,0044 CHF nach 1,0058 CHF am Morgen.

Am Markt wurden die Euro-Verluste zum US-Dollar mit der etwas besseren Lage in China begründet. Sowohl die chinesischen Börsen als auch die Landeswährung Yuan legten zum Wochenstart zu. Die chinesische Notenbank hat sich mit neuen Massnahmen gegen die Abwertung ihrer Landeswährung Yuan gestemmt. Im Auslandsdevisenhandel tätige Banken müssen künftig stärkere Yuan-Reserven vorweisen. Dadurch sollen offenbar Spekulationen auf eine Abwertung des Yuan verteuert werden.

Auch der japanische Yen, der traditionell als sicherer Anlagehafen gilt, gab im Wert nach. In den vergangenen Wochen hatten Turbulenzen an den chinesischen Finanzmärkten grosse Verunsicherung an den weltweiten Börsen hervorgerufen.

Auffällige Bewegung am Devisenmarkt hatte es am Freitag nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Polens durch die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) gegeben. Der polnische Zloty verlor deutlich an Wert. S&P hatte das Rating wegen der Politik der neuen konservativen Regierung in Warschau um eine Note von "A-" auf "BBB+" gesenkt. Die polnische Regierung kritisierte den Schritt als "unverständlich' und warf S&P politische Motive vor. Am Montag blieb der Zloty fast unverändert auf dem schwachen Niveau vom Freitag nach der Ratingentscheidung.

tos/jkr/hr/ra

(AWP)