Ein Euro kostet am Mittwochmittag 1,0936 CHF nach 1,0957 CHF am Morgen. Damit bleibe der Franken weiterhin in seiner Seitwärtsbewegung gefangen, schreibt die ZKB im Kommentar. Die zu beachtenden Eckwerte aus charttechnischer Perspektive lägen bei 1,0915 und 1,0985. Der US-Dollar wird derweil zu 1,0031 CHF nach 1,0003 am Morgen gehandelt.

Am Markt war von einer Gegenbewegung die Rede. Die anfänglichen Euro-Gewinne am Mittwoch waren mit der schlechten Börsenstimmung in Asien und der anhaltenden Talfahrt der Ölpreise begründet worden. Aus Unsicherheit suchten Anleger sichere Häfen. Am Devisenmarkt sind das zurzeit vor allem der japanische Yen und der Euro.

Währungen von Ländern mit starker Rohstoffproduktion wie Australien oder Neuseeland standen dagegen unter Abwertungsdruck. Besonders betroffen war der russische Rubel, der auf ein Rekordtief fiel. Erstmals kostete ein Dollar mehr als 80 Rubel. Der Kurs erreichte am Mittag den historisch schwächsten Stand von 80,7 Rubel.

Im weiteren Tagesverlauf dürften amerikanische Inflationszahlen grosse Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wegen des Ölpreisverfalls dürfte die Gesamtinflation zwar schwach bleiben, die Kerninflation ohne Energie dürfte jedoch zulegen. Dennoch gibt es zunehmend Zweifel, ob die US-Notenbank ihren Ende 2015 begonnen Straffungskurs bei den Zinsen fortsetzt. Mehrere Zentralbanker hatten sich zuletzt besorgt gezeigt, weil die Inflationserwartungen deutlich gefallen sind.

tos/jkr/an/cp

(AWP)