Wie der Airline-Caterer am Freitag mitteilte, wurden die Verträge mit United Airlines über Catering und sonstige Dienstleistungen, die im Februar 2016 ausgelaufen wären, um fünf Jahre verlängert. Der Gesamtumsatz über die Vertragslaufzeiten wird mit über 500 Mio CHF erwartet.

Die Verträge umfassen den Angaben zufolge mehrere internationale Standorte, einschliesslich der Drehkreuze in Washington Dulles und San Francisco sowie weiterer wichtiger Flughäfen wie Amsterdam, San Diego und Sydney.

Gategroup hatte bereits vor drei Monaten eine wichtige Vertragsverlängerung erzielt. So konnte im vergangenen Oktober der Vertrag mit Scandinavian Airlines (SAS) um sieben Jahre verlängert werden. Dieser umfasst Catering und Logistikdienstleistungen sowie die Zuständigkeit für die gesamte Lieferkette des Bordservices. Der Wert des Vertrags, der im April 2016 ausgelaufen wäre, beträgt laut den damaligen Angaben für die gesamte Laufzeit über 650 Mio CHF.

Aktie leicht im Minus

Die Analysten der Bank Vontobel sprechen in einem Kommentar von einem wichtigen Schritt, dies wegen des hohen Verkaufsvolumens von über 100 Mio CHF pro Jahr (ca. 3% am Umsatz) und angesichts der Tatsache, dass der Vertrag mit United für Chicago vor einem Jahr verloren gegangen sei. United ist gemäss den Angaben einer der drei wichtigsten Kunden von Gategroup.

Dass die Verträge allerdings erst so kurz vor Auslaufen verlängert worden seien, deute auf harte Verhandlungen hin, so Vontobel weiter. Weitere wichtige Verträge, die in diesem Jahr auslaufen werden, sind gemäss Vontobel mit Air Berlin (ca. 75 Mio p.a.) sowie mit Virgin Australia (60 Mio p.a.).

Die Gategroup-Aktie büsst kurz nach 10 Uhr zwar 1,4% auf 38,90 CHF und damit etwas mehr als der Gesamtmarkt ein, sie ist aber einer der SIX-Überflieger der letzten Monate. Seit der neue CEO Xavier Rossinyol im September die neue Strategie vorgestellt hat, kennt die Gategroup-Aktie bis auf die letzten zwei Wochen nur noch eine Richtung: nach oben. Aktuell notiert sie ca. 35% höher als damals. Gegenüber dem Tiefpunkt im Oktober 2014 bei gut 18 CHF sind es somit deutlich über 100% mehr.

(AWP)