Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete zuletzt 33,92 Dollar und damit 82 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 75 Cent auf 33,05 Dollar. Im Tageshoch war Brent bis auf 35,84 Dollar gestiegen, WTI kostete bis zu 34,82 Dollar.

Am Nachmittag hatte sich Russland zu Gesprächen mit dem Ölkartell Opec über eine Begrenzung der Fördermengen bereit erklärt. Es könne über eine Verringerung um bis zu fünf Prozent je Land gesprochen werden, sagte Energieminister Nowak der Agentur Tass zufolge. Aus der Opec hiess es jedoch, ein solches Treffen sei derzeit nicht geplant. Der Ölpreisverfall der vergangenen Wochen und Monate ist wesentlich Folge eines viel zu hohen Rohölangebots. Eine geringere Produktion würde helfen, die derzeitige Ölschwemme zu verringern.

Experten zeigten sich jedoch skeptisch, ob die von Russland angesprochene Vorgehensweise praktikabel sei. "Selbst wenn Saudi-Arabien bereit wäre, seinen Kurs zu ändern und einer koordinierten Kürzung zuzustimmen, liegt es nicht auf der Hand, dass Russland ein verlässlicher Partner wäre." So befinde sich Russland in einer schweren Rezession, weswegen es nur schwerlich auf Öleinnahmen verzichten könne. Zudem verfüge das Land nicht über ausreichende Lagerkapazitäten, um Rohöl vom Weltmarkt fernzuhalten.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat sich zuletzt erholt. Am Donnerstag meldete das Opec-Sekretariat, dass der Korbpreis am Mittwoch 26,40 US-Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 1,29 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./bgf/jsl

(AWP)