Die Sorge vor einer weltweiten Konjunkturflaute rückte dadurch in den Hintergrund. "Plötzlich ist das verlorengegangene Vertrauen wieder hergestellt", sagte Stefan Worrall von Credit Suisse mit Blick auf die USA. Der Anstieg des Stimmungsbarometers der Einkaufsmanager aus der US-Industrie sowie erhöhte US-Bauausgaben hatten zuvor bereits an der Wall Street für Kauflaune gesorgt.

In Tokio kletterte der Nikkei -Index 4,1 Prozent auf 16.746 Punkte. Die Börse in Shanghai legte sogar 4,3 Prozent zu, der Index für die wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann ebenfalls mehr als vier Prozent. In Hongkong lag das Plus dank kräftiger Gewinne von Energiefirmen bei mehr als drei Prozent. Auch an den übrigen Aktienmärkten in Fernost ging es nach oben. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans notierte 2,6 Prozent höher und damit auf dem höchsten Stand seit fast zwei Monaten.

Selbst die Herabstufung der Aussichten für die Kreditwürdigkeit Chinas durch die Ratingagentur Moody's schlug sich nicht auf die Stimmung durch. Neben den Konjunkturdaten trieb weiterhin die zu Wochenanfang angekündigte Senkung der Mindestreserve durch die chinesische Zentralbank die Kurse. Im Kampf gegen die Konjunkturabkühlung erhalten Banken dadurch mehr Spielraum zur Vergabe von Krediten.

Der Euro gab im asiatischen Devisenhandel zum Dollar auf 1,0850 Dollar nach. 

(Reuters)