Die Entscheidung der japanischen Notenbank zur Geldpolitik bot keine Überraschung, und viele Anleger hatten bereits das Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs am Wochenende im Blick. Die Börsianer waren besonders gespannt auf die Fortsetzung der Diskussion über die globale Währungspolitik. Viele Investoren warteten zudem auf die Veröffentlichung von Daten zum Wirtschaftswachstum in Europa.
Der Nikkei-Index legte um 0,5 Prozent auf 11.307 Punkte zu. Auch an anderen asiatischen Börsen überwog der Optimismus. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik (ohne Japan) stieg ebenfalls um 0,5 Prozent. Die US-Börsen waren am Mittwoch wenig verändert aus dem Handel gegangen. Der Euro zeigte sich weitgehend unverändert, die Gemeinschaftswährung kostete 1,3436 Dollar. Der Yen unterbrach seinen jüngsten Anstieg, was an der Börse in Tokio gut ankam.
Japan belässt Zins auf nahe Null
Die japanische Notenbank tastete den Leitzins wie erwartet nicht an und beließ den maßgeblichen Zinssatz zwischen 0 und 0,1 Prozent. Sie beschloss zudem, ihr Programm zum Ankauf von Wertpapieren nicht auszudehnen. Wegen des gesunkenen Wertes des Yens blickt die Zentralbank inzwischen optimistischer auf die Konjunktur und verwies auch auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. "Die japanische Wirtschaft hat offenbar die Talsohle erreicht", hieß es in einer Erklärung der Notenbank. Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass das japanische Bruttoinlandsprodukte im vierten Quartal um 0,1 Prozent schrumpfte. Auch die Notenbank in Südkorea veränderte ihre Geldpolitik nicht.
Im Vorfeld der Bilanzvorlage von Rio Tinto zählten in Asien Aktien aus der Rohmaterial-Branche zu den größten Gewinnern. Diese Bewegung zog auch die australische Börse auf ein neues Rekordhoch.
In Tokio verbuchten die Aktien des Getränkeherstellers Asahi einen Kursanstieg von sechs Prozent, nachdem das Unternehmen für 2012 Rekorde bei Umsatz und Gewinn vermeldete. Zudem kündigte der Konzern einen Aktienrückkauf an. Von den Quartalszahlen des US-Hightech-Unternehmens Applied Materials konnten Chiphersteller profitieren. So betrug das Plus bei Advantest fünf Prozent und bei Tokyo Electron knapp vier Prozent. Applied Materials kann von der Nachfrage nach Smartphones und Tablet-PC profitieren und übertraf die Erwartungen von Analysten.
(Reuters)


