Händler machten für die Talfahrt einen erneuten Ölpreis-Rückgang um zeitweise mehr als 4 Prozent verantwortlich. Nach der Vorlage der aktuellen US-Lagerdaten bekam der Ölmarkt aber Auftrieb. Daraufhin drehten auch die New Yorker Aktienmärkte ins Plus. Im Fokus standen vor allem Titel von Banken, die nach dem monatelangen Ölpreisverfall Kreditausfälle bei Energiekonzernen zu fürchten haben.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,3 Prozent auf 16'485 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,4 Prozent auf 1930 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,9 Prozent auf 4543 Punkte. US-Öl verteuerte sich um gut 1 Prozent auf 32,20 Dollar je Barrel, für die Nordsee-Sorte Brent wurden mit 34,44 Dollar 3,5 Prozent mehr fällig.

Anteilsscheine von J.P. Morgan schlossen nach anfänglichen Verlusten praktisch unverändert. Die Grossbank hat ihre Rückstellungen für erwartete Ausfälle von Krediten an Firmen der Öl- und Gasbranche um 500 Millionen Dollar aufgestockt.

Autobaueraktien nach schlechten Prognosen im Verkauf

Die Autobauer GM und Ford schafften es trotz der Wende am Ölmarkt nicht ins Plus. GM ging um 1,8, Ford um 2,7 Prozent leichter aus dem Handel. Grund dafür war eine Mitteilung von Morgan Stanley, wonach die beiden Konzerne besonders von den Risiken eines Abschwungs in wichtigen Märkten betroffen wären.

Boeing-Aktien verloren 1,1 Prozent. Goldman Sachs hatte zuvor das Kursziel für den Flugzeugbauer gesenkt.

Für Schwung am Aktienmarkt sorgte dagegen Apple. Die Aktien legten 1,5 Prozent zu, nachdem Sorgen um den künftigen iPhone-Absatz den Kurs in den vergangenen drei Monaten um fast ein Fünftel nach unten gedrückt hatten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 1952 Werte legten zu, 1086 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 1759 Titel im Plus, 1003 im Minus und 173 unverändert.

An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen 98-27/32 kaum verändert. Sie rentierten mit 1,7501 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 8/32 auf 97-24/32 und hatten eine Rendite von 2,6086 Prozent.

(Reuters)