Noch 35% der insgesamt 1'400 vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PwC befragten Unternehmenschefs gaben an, "sehr zuversichtlich" zu sein, dass ihr Unternehmen im laufenden Jahr den Umsatz steigern könne. In den letzten beiden Jahren betrug die Quote der optimistischen Topmanager noch 39%.

Auf Talfahrt ist dabei die Zuversicht in fast ausnahmslos allen wirtschaftlich starken Nationen. So ist sie in den USA von 46 auf 33%, in China von 36 auf 24% und in Deutschland von 35 auf 28% gefallen. Den grössten Einbruch der Zuversicht hat PwC in Taiwan registriert, in dem sich nur noch 19% der Manager sehr zuversichtlich gezeigt haben. Im Vorjahr waren es noch fast zwei Drittel (65%).

SCHWEIZER MANAGER IM STIMMUNGSTIEF

Diesjähriges Stimmungs-Schlusslicht ist jedoch die Schweiz. Im Inland zeigten sich nur noch 16% der befragten Firmenlenker sehr zuversichtlich. Im Vorjahr waren es noch 24%, 2014 sogar 42%.

Einzige Wirtschaftsnation, in die Zahl der Optimisten zugenommen hat, ist Russland. Nach tiefen 16% im Vorjahr zeigten sich diesmal 26% der Firmenchefs wieder sehr optimistisch.

Hauptgrund für die sinkende Zuversicht der Unternehmenslenker ist dabei die Unsicherheit, wie es mit der Weltwirtschaft weitergehen wird. Nur noch ein gutes Viertel der Manager (27%) glaubt, dass die Weltwirtschaft in den nächsten zwölf Monaten Fahrt aufnehmen wird.

Bei der letzten Umfrage vor einem Jahr waren es noch 37%. Mit 17% zeigten sich in dieser Frage besonders nordamerikanische Firmenchefs pessimistisch. In Europa und in China (je 33%) ist die weltwirtschaftliche Zuversicht grösser.

"Es ist keine Frage, die Zuversicht der Chefs sowohl in die Weltwirtschaft wie in die Wachstumsaussichten des eigenen Unternehmens hat deutlich gelitten", lässt sich dazu PwC-Präsident Dennis Nally in der Mitteilung zitieren.

Er führt diesen wachsende Verunsicherung auf die zunehmende Komplexität der Anforderungen an Unternehmen zurück. Mit der Cyberkriminalität, neuer Regulierungen und der sozialen Entwicklung sähen sich die Unternehmenschefs mit zunehmend komplexeren Geschäftsrisiken konfrontiert, lässt er sich zitieren.

ZUNEHMENDE SORGE UM GEOPOLITISCHE RISIKEN

Gemäss der Umfrage gaben denn auch zwei Drittel der Manager an, dass die Zahl der Risiken für das Geschäft ihrer Firma angestiegen sei. Für 79% - und damit für genau den gleich hohen Anteil der Manager wie im Vorjahr - besteht dabei die grösste Gefahr in zusätzlichen gesetzlichen Vorschriften.

An zweiter Stelle folgt mit 74% die Angst vor geopolitischen Veränderungen. Sie hat gegenüber dem Vorjahr markant zugenommen, in dem diese erst auf Rang vier der Sorgenliste folgte. Mit 72% von Rang zwei auf Rang vier abgerutscht dagegen ist die Befürchtung, nicht genügend Fachpersonal zu finden. Den dritten Platz mit 73% belegt die Sorge um schwankende Wechselkurse.

(AWP)