«Es muss mehr Geld in die Übertragung universitären Wissens in eine zukunftsträchtige Unternehmung gesteckt werden», sagt Maurice Pedergnana, SECA-Geschäftsführer, im cash-Video-Interview. An den Schweizer Bildungsinstituten mangle es nicht an Innovationen — doch das Wissenskapital fliesst bisher zu wenig in Unternehmungen ein, so Pedergnana.

Über die ganze Wertschöpfungskette der Innovationsentwicklung, vom Kindergarten bis zum Universitätsabschluss, seien genügend Mittel vorhanden. Doch danach, für die entscheidende Phase des Transfers von der Theorie zur Praxis, sei das Geld knapp.

Durch die Krise gibts noch weniger

Diese Mittel für junge Unternehmen, um eine Idee oder eine Forschungsarbeit mit Kapital zu unterlegen und eine Unternehmung zu gründen, nennt sich Venture Capital, oder Risikokapital.

Und mit der Krise sind diese Mittel in der Schweiz noch knapper geworden: Venture Capital-Investitionen nahmen von 2007 bis 2009 von zirka 600 auf gut 400 Millionen Franken ab. Und ein Grossteil dieser 400 Millionen Franken flossen in Unternehmen, die bereits existieren. Für Neugründungen ist es sehr schwierig, Geld zu erhalten.

Das Ergebnis sind Jungunternehmer, die wollen, aber nicht können und Ideen die zwar gut sind, aber brach liegen.

In Europa ist man schon weiter

Ein Fonds für Venture Capital könnte dem Finanzierungsproblem Abhilfe schaffen. In der EU wurde ein solcher Investitionsfonds für Jungunternehmen bereits gegründet. Doch die Schweiz ist davon als Nicht-EU-Land ausgeschlossen.

Pedergnana fordert deshalb gemäss dem Vorbild der EU auch einen solchen Fonds für die Schweiz. Denn: «Für unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist Venture Capital von grosser Bedeutung», sagt Pedergnana.

Die Schweiz als verhältnismässig kleines Land mit Bildung als einzigem Rohstoff, täte wohl gut daran, sich diesbezüglich Gedanken machen — nicht zuletzt der hiesigen Arbeitsplätze willen.

(Das ganze Video-Interview sehen Sie hier.)