"Griechenland hat seinen Schrecken für die Märkte verloren", sagte ein Händler. Früher oder später müsse es einfach eine Lösung geben. Dabei dürfte der Markt auch eine geordnete Insolvenz eingepreist haben. Die griechischen Regierungsvertreter wollen sich noch am Mittwoch wieder zusammenfinden, nachdem sie ein Treffen am Vortag verschoben hatten.

SMI schliesst quasi unverändert

Der Leitindex SMI notierte quasi unverändert bei 6156 Punkten. Der breite SPI schloss ebenfalls unverändert bei 5584 Zählern.

Nach den jüngsten Verlusten setzten die Aktien der Banken zu einer Erholung an. Die Aktien der UBS, die am Vortag nach dem Jahresergebnis 1,8 Prozent tiefer geschlossen hatten, legten 0,6 Prozent zu. Credit Suisse wurden am Tag vor dem Jahresbericht um 0,9 Prozent höher bewertet. Auch Julius Bär holten mit einem Kursplus von0,8 Prozent einen Teil der jüngsten Einbussen auf.

Bei den Versicherungen gewannen Swiss Life mehr als 2,3 Prozent. Zurich stiegen um 0,4 Prozent.

Die Aktien von Syngenta verloren 0,7 Prozent. Der Agrarchemiekonzern steigerte 2011 Gewinn und Umsatz jeweils um 14 Prozent. Einige Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach einem "fast langweilig guten Ergebnis". Andere Marktteilnehmer sprachen von einer leichten Enttäuschung über das Ausmass der Dividendenerhöhung und das geplante Aktienrückkaufprogramm. Die Dividende soll auf acht von sieben Franken erhöht werden und der Weltmarktführer will Aktien im Wert von 200 Millionen Dollar zurückkaufen.

Gewinnmitnahmen drückten auch die Aktien von Temenos um 7,8 Prozent ins Minus. Händler sprachen von Abgaben nach dem Motto "Buy the rumor, sell the fact". Der Hersteller von Bankensoftware hat sich mit seinem Konkurrenten Misys auf eine Fusion geeinigt. Auch die Misys-Aktie büsste mehr als acht Prozent ein.

Unter den Anteilen der defensiven Schwergewichte büssten Novartis 0,7 Prozent ein. Nestle sinken um 0,1 und die Genussscheine von Roche gewannen 0,8 Prozent. Händler sagten, die US-Gesundheitsbehörden hätten Roche für das Brustkrebsmittel Pertuzumab ein beschleunigtes Zulassungsverfahren zugesagt.

Basilea mit Kurssprung

Einen Kurssprung von 7,5 Prozent machten Basilea. Der Biopharmaunternehmen legt am Donnerstag die Ergebnisse vor. Die Käufer spekulierten wohl auf gute Zahlen oder die Ankündigung einer Partnerschaft, hiess es im Markt.

Wenig verändert oder leicht im Minus zeigten sich die Papiere zyklischer Firmen wie ABB und Holcim. Oerlikon gewannen 1,5 Prozent. Händler verwiesen auf einen positiven Artikel in der "Finanz und Wirtschaft". Demnach sollen die einzelnen Konzernteile mehr wert sein als im Börsenkurs zum Ausdruck kommt.

Die Anteile von Swatch und Richemont gaben nach den kräftigen Einbussen vom Dienstag erneut nach. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen: Die Anleger befürchteten, dass Swatch das Rekordergebnis im laufenden Jahr wohl kaum werde überbieten können.

(Reuters)