Was die Grossbank UBS in glänzendes Geschenkpapier einwickelte, entpuppt sich als Enttäuschung. Zwar wird der ausgewiesene Reingewinn im 4. Quartal von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) bis Vontobel als positive Überraschung gewertet. Damit hat es sich aber auch schon.
Vor allem die nach wie vor anhaltenden, massiven Geldabflüsse drückten den Bank-Titel am frühen Dienstagmorgen teilweise um über 4 Prozent. Nach einer Erholung auf -0,1 Prozent pendelte sich der Kurs um 14.30 Uhr bei -1,4 Prozent bei 13.9 Franken ein.
Die ZKB spricht denn auch von einem «enttäuschenden 4. Quartal» und rechnet für die «unmittelbare» Zukunft mit weiteren Abflüssen sowie anhaltendem Margendruck. Die Einstufung wird bei «Marktgewichten» belassen. Die Credit Suisse schreibt von «einem endlich positiven Ergebnis im 4. Quartal, aber insgesamt gemischten Zahlen». Das Rating und Kursziel bleibt «under review».
Cash-User glauben an die Aktie
Wesentlich optimistischer gibt sich Vontobel. Analystin Teresa Nielsen spricht von einer sich aufhellenden Stimmung und geht von einem Rückgang des Nettoneugeldabflusses 2010 aus. Entsprechend hält sie ihr Kaufempfehlung bei einem Kursziel von 22 Franken bei.
Ebenfalls positiv sehen Fondsmanager die künftige Entwicklung der UBS: Die Privatbank Banque Syz & Co. rechnet sogar mit einer Kurs-Verdoppelung bis Ende nächsten Jahres.
Auch die cash-User rechnen mit einem klaren Plus für den UBS-Titel: Laut einer cash-Umfrage sehen 51 Prozent oder 1303 Teilnehmer die Aktie bei 20 Franken bis Ende Jahr. 31 Prozent glauben sogar an einen Kurs von 30 oder mehr Franken.
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