Meines Erachtens hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) in den vergangenen Monaten gute Arbeit geleistet. Insbesondere bei der Einführung des Mindestkurses für den Euro bewiesen die Verantwortlichen nicht nur auf den Zeitpunkt der Bekanntgabe bezogen ein gutes Fingerspitzengefühl.

Heute Donnerstag leisteten sich unsere Notenbanker jedoch einen für mich nur schwer nachvollziehbaren Fauxpas. Anlässlich ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung übten sie offen Kritik an der Kapitalausstattung der beiden Schweizer Grossbanken.

Von der UBS forderten die Verantwortlichen neben einer Fortsetzung der Kapitalbemühungen auch eine weiterhin restriktive Dividendenpolitik. Die Credit Suisse sei ihrerseits nach Basel III unterdurchschnittlich kapitalisiert und solle den Kapitalaufbauprozess am besten noch im laufenden Jahr beschleunigen.

Damit löste die Schweizerische Nationalbank im Laufe des Vormittags bei den Namenaktien der UBS einen Kursrutsch und bei jenen der Credit Suisse eine regelrechte Verkaufslawine aus. Im Berufshandel heisst es, dass vor allem angelsächsische Marktkreise als aggressive Abgeber zu beobachten seien.

In Anbetracht der desolaten Situation in Europa kann ich die Sorge um die beiden Schweizer Grossbanken durchaus nachvollziehen. Denn indirekt haben auch UBS und Credit Suisse mit den Folgen der Schuldenkrise zu kämpfen.

Unverständlich ist für mich, wieso die Schweizerische Nationalbank für ihre Forderungen den Weg über die Öffentlichkeit wählte. Ich weiss nicht, was die Verantwortlichen damit bezweckten, bin ich mir doch sicher, dass sie ihre Forderungen auf dem informellen Weg hätten weitergeben können. Dass die Nerven an den Finanzmärkten insbesondere in Bezug auf die Situation im europäischen Bankensektor offenliegen und die Märkte damit zu Übertreibungen neigen, ist bekanntlich nichts Neues. Und genau eine solche Übertreibung spielt sich dank der Schweizerischen Nationalbank heute in den Aktien der beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse ab.

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Die Namenaktien von Nobel Biocare dürften im Laufe des Donnerstagnachmittags noch einmal unter Verkaufsdruck geraten. Noch scheint eine negative Studie von CA Cheuvreux zu den Herstellern von Premiumimplantaten nur wenigen Marktteilnehmern vorzuliegen.

In der Studie muten die Verfasser dem 3,4 Milliarden Dollar schweren Markt für Dentalimplantaten nur ein geringes Wachstumspotenzial zu. Dies nicht zuletzt, weil Europa, Nordamerika und Japan für 82 Prozent des Marktvolumens verantwortlich sind. Nur von den restlichen 18 Prozent des Marktvolumens sei in absehbarer Zukunft ein Wachstum zu erwarten. In diesen Regionen seien die Absatzmöglichkeiten für die Hersteller von Premiumimplantaten allerdings deutlich geringer als jene der Billiganbieter.

Die Experten nehmen deshalb die Wiederabdeckung der Aktien von Nobel Biocare mit «Sell» und einem optisch tiefen Kursziel von 7,50 Franken wieder auf. Mit einem Umsatzbeitrag von 47 Prozent aus Europa leide das Unternehmen unter den Folgen der Sparbemühungen und der schlechten Konsumentenstimmung. Die stolze Bewertung werde diesem Umstand noch immer nicht gerecht, so heisst es in der Studie weiter.

Auch eine Übernahme des Herstellers von Premiumimplantaten halten die Experten für unwahrscheinlich. Am ehesten werde der Mitbewerber 3i die Hand wechseln.

Der hohe Ergebnisbeitrag aus Europa dürfte den operativen Turnaround bei Nobel Biocare weiter in die Länge ziehen. Auch im zuletzt wieder stärker wachsenden US-Markt gelang es dem Unternehmen bisher nicht, mit der Konkurrenz gleich zu ziehen.

Wie mir aus dem Berufshandel berichtet wird, sind bei den Aktien von Nobel Biocare in der Region von 9,50 bis 9,80 Franken grössere limitierte Stop-Loss-Aufträge im Markt. Sollten diese ausgelöst werden, droht den Papieren ein empfindlicher Kursrutsch.

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Die Rohstoffmärkte befinden sich noch immer in Korrekturlaune. Dies hat allerdings nicht nur mit den verhalteneren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den von China ausgehenden Wachstumsängsten zu tun.

Wie mir aus der Bergbauindustrie berichtet wird, haben einige Unternehmen wieder damit begonnen, ihre Produktion abzusichern. Insbesondere für kleinere und mittelgrosse Firmen sei dies mittlerweile der einzige Weg, um an neues Kapital zu kommen.

Sollten grössere Anbieter diesem Beispiel folgen, könnte dies den davon betroffenen Rohstoffen noch einmal zusetzen. Der zunehmende Drang, sich über Terminverkäufe abzusichern, spricht dafür, dass die Korrektur an den Rohstoffmärkten wohl noch nicht ausgestanden ist.