Wie es in der Mitteilung des IWF im Internet weiter heisst, biete das Abkommen China ein sicheres Investitionsinstrument. Es erhöhe gleichzeitig die Möglichkeiten des IWF, für seine Mitgliedsstaaten die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise abzufedern. Ausserdem werde damit eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft erleichtert.

Europäischer Anteil

Der europäische Anteil an der angestrebten Mittelaufstockung werde von bisher 75 Milliarden Euro auf nunmehr 125 Milliarden Euro erhöht, sagte der deutsche Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen am Mittwoch in Brüssel nach Beratungen im EU-Finanzministerrat. «Das ist ein wichtiger Durchbruch.» Der IWF mit Sitz in Washington soll zur Krisenfeuerwehr und obersten Welt-Finanzaufsicht ausgebaut werden, deshalb müssen seine Mittel erhöht werden.

Der IWF hatte am 1. Juli grünes Licht für die erstmalige Ausgabe von Anleihen in seiner 60-jährigen Geschichte erteilt. Das neue Finanzierungsinstrument demonstriere die Entschlossenheit des Fonds, die Folgen der Wirtschaftskrise frontal anzugehen, betonte damals Strauss-Kahn. Zugleich seien die IWF-Anleihen eine sichere Investition für die 186 Mitglieder des Fonds.

Die Anleihen werden in der Kunstwährung der Weltwährungsfonds, den sogenannten Sonderziehungsrechten, begeben. Diese beruhen auf einem Währungskorb aus US-Dollar, Euro, Yen und Pfund Sterling. Die Laufzeit der IWF-Bonds beträgt maximal fünf Jahre.

(AWP)