Da immer mehr Anleger das gelbe Edelmetall physisch erwerben, hat die Royal Mint im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viele Goldmünzen geprägt wie im Vorjahreszeitraum.
Die Produktion stieg auf 125'469 Unzen. 2008 wurden nur 46'315 Unzen Gold zu Münzen geprägt. Im vierten Quartal stieg die Münzproduktion um 54 Prozent auf 25'078 Unzen.
Der Goldpreis legt seit neun Jahren immer weiter zu. Inzwischen setzen auch renommierte Hedgefondsmanager wie John Paulson und Paul Tudor Jones auf Wertsteigerungen beim gelben Edelmetall. Der grösste börsennotierte Goldfonds, SPDR Gold Trust, hat inzwischen mehr Gold in seinen Tresoren als die Schweizerische Nationalbank.
«Die Leute fürchten eine Entwertung der Währungen, das bringt Schub für Gold», sagt Analyst Andy Davidson von Numis Securities. «Die Münzproduktion scheint immer weiter zuzunehmen».
Der Goldpreis hat vergangenes Jahr 24 Prozent zugelegt.
Auch Silbermünzenproduktion stieg an
In der gleichen Zeit gab der Dollar gegenüber einem Korb aus den Devisen der sechs wichtigsten US-Handelspartner um 4,2 Prozent nach, wie der Dollar-Index zeigte. Derzeit werden 1117 Dollar je Unze Gold gezahlt. 2009 kostete die Unze im Mittel 974 Dollar.
Auch die Nachfrage nach Silber zog an. Das Volumen der geprägten Silbermünzen stieg 2009 um 38 Prozent auf 354'285 Unzen. Im vierten Quartal stieg die Produktion um 70 Prozent auf 83'902 Unzen. Die Unze Silber kostet 16,75 Dollar und damit zwei Dollar mehr als im Jahresmittel 2009.
(Bloomberg)
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