So ging der Umsatz nochmals zurück, wobei auch negative Währungseinflüsse auf den Verkaufserlösen lasteten. Der Konzerngewinn stieg dagegen an; tiefere Finanzierungskosten wirkten sich dabei allerdings positiv aus. Ende des ersten Semesters zeichnete sich eine organische Umsatzzunahme ab, die Kaba jedoch mit Zurückhaltung bewertet.
Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 (per 31.12.) einen 7,8 Prozent geringeren Umsatz von 562,5 Millionen Franken. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte ging der Umsatz um 4,6 Prozent zurück. Währungseinflüsse, vor allem der schwache Dollars und Euro, reduzierten den Umsatz um 3,3 Prozent.
Der EBIT verminderte sich um 7,9 Prozent auf 72,6 Millionen Franken und die EBIT-Marge lag wie im Vorjahreszeitraum bei 12,9 Prozent. Der Reingewinn stieg um 3,8 Prozent auf 43,2 Millionen Franken. Tiefere Finanzierungskosten sowie die voraussichtlich geringere Steuerbelastung von 28 Prozent gegenüber 29,5 Prozent des Vorsteuergewinnes hätten dazu beigetragen.
Weiterhin negative Umsatztrends
Das Ergebnis zeige, dass sich die Kapazitätsanpassungen, straffere Lagerbewirtschaftung und die weiter optimierte Finanzierung positiv auf die Ertragslage des Konzerns ausgewirkt hätten wirken, wird CEO Rudolf Weber in der Mitteilung zitiert.
Das Business Segments Access + Data Systems litt insbesondere unter der Nachfrageschwäche in den USA. Die Konzernregion Europa verbuchte zwar ebenso weniger Verkäufe, der Rückgang fiel jedoch deutlich geringer aus. Das Segment erzielte insgesamt einen um 6,7 Prozent (organisch 3,8 Prozent) geringeren Umsatz von 305,1 Millionen Franken.
Das Business Segment Industrial Locks verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang um 15,5 Prozent auf 78,1 Millionen Franken und die Sparte Key Systems setzte 94,7 Millionen Franken um. Dies entspreche organisch einem Minus von 3,3 Prozent.
Die Wirtschaftskrise dürfte noch bis 2011 andauern und auch in den kommenden Monaten negative Umsatztrends verursachen, vermutet das Management. Das Unternehmen erachtet es daher noch als zu früh, die organische Umsatzzunahme zum Ende der Berichtsperiode bereits als nachhaltige Trendwende zu bezeichnen. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 erwartet Kaba wiederum eine zweistellige EBIT-Marge und einen anhaltend hohen Free Cashflow.
(AWP)
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